PURSON - THE CIRCLE AND THE BLUE DOOR


Label:RISE ABOVE
Jahr:2013
Running Time:47:39
Kategorie: Neuerscheinung
 

Akustikgitarre und weitere klassische Saiteninstrumente, sowie wabernde Keyboards sind Hauptaugenmerk bei Purson aus London. Dazu dominieren schön die Bassläufe, die man gerne durch die Hörmuschel lässt. Die 70er Jahre sind an den doomigen Londonern nicht spurlos vorbei gegangen. Lauscht man der cleanen Stimme der Sängerin, die leise singt und mit viel Hall versehen wurde, trifft das auch auf die Endsechziger zu. Rosalie Cunningham heißt die Dame an Gitarre und Vocals, die nicht selten an Fleetwood Mac erinnert. Der ganze Braten kommt würzig, ist jedoch durch seine wenigen bis gar nicht vorhandenen Riffs recht mager, und manchmal bloß Pop. Oder wegen des momentan total angesagten Retrosounds eher hip, wenn auch eher traurige Gefühle trumpf sind. Daran tut auch „Leaning On A Bear“ nicht mehr viel, das noch recht flott daherschwelgt. Eine Heavyness, wie sie sich durch dominierende Gitarren in „Mavericks and Mystics“ breit macht, ist eher die Seltenheit. Ihrem Debütalbum „The Circle And The Blue Door“ wurde ein warmer Sound verpasst, um der Retroschiene gänzlich gerecht zu werden. Das ist alles nicht schlecht, würden die Gitarren mehr Eier haben.

Note: 5 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer


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