BAEST - COLOSSAL


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2025
Running Time:42:20
Kategorie: Neuerscheinung
 

Baest aus Dänemark haben mich auf dem Rock Hard Festival 2024 extrem beeindruckt.So energetisch, druckvoll und mit apokalyptischer Aggression bewaffnet, wie Sie den knapp 7000 Headbangern entgegentraten und sie im Stakkato Sturm eroberten. Kurz und knapp: Todesblei vom Feinsten. Ich ging also mit einem fetten Grinsen nach Hause und bestellte stumpf jeden Release der Band. Umso mehr freute ich mich, als ich mir diesen Release zur Rezension sichern konnte. Baest reißen mit ihrem Groove betontem Death Metal seit knapp zehn Jahren Köpfe ab und Ärsche auf und das hochprofessionell. Hier und da erinnert ein Part, ein Riff oder ein infernalisches Knurren an Entombed, Death, Gatecreeper oder Lik. So viele gute und kreative Acts kommen einem in den Sinn und doch ist Baest ein komplett eigenständiges Monstrum.

Sowohl stumpfe Wut als auch Riff-gesättigte Raserei stehen auf dem Menü, mal im Mid-und mal im Uptempo wird uns geneigten Hörer hier glühend heiße, brutale Gewalt kredenzt. Man weiß eigentlich gar nicht wen oder was man besonders hervorheben soll da sowohl beide Gitarristen, das Schlagzeug als auch der Bass technisch verdammt beeindruckend daherkommen. Sänger Simon Olsen schafft es derweil, ohne jeglichen Verlust an Kraft oder purem Hass dem Hörer die Haut vom Schädel zu brüllen. Klare Anspieltipps sind der Opener „Stormbringer“, das eingängige „Colossus“ und der Geheimtipp „King Of The Sun“ auf dem D-A-D´s Jesper Binzer mal in einer etwas anderen Rolle zu hören ist. Wer eine amtliche Schelle direkt durch das Fressbrett nicht nur verträgt, sondern ab und an mal braucht, der sollte sich Baest´s „Colossal“ zeitnah in den Schrank stellen beziehungsweise auf den Plattenteller legen.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter


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