RUYNOR - METAL TO THE PUNK


Label:METALAPOLIS
Jahr:2026
Running Time:40:24
Kategorie: Neuerscheinung
 

Das Trio aus Geislingen an der Steige, das liegt so etwa sechzig Kilometer rechts unterhalb von Stuttgart, ballert Titelgerecht Vierzehn mal Metal-Punk auf Album Nummer Fünf (so mal die 2025er Live Scheibe dazuzählt) raus. Laut Waschzettel zählen zu den Vorbildern Motörhead, Ramones, Sex Pistols und Wednesday 13. Das kann man so stehen lassen und ich würde dazu noch Teutonen (Thrash) Metal und alte amerikanische Hardcore / Crossover Schule zufügen. Rührt man das alles zusammen und kippt einen Kasten Bier drüber, kommt das dem Sound von Ruynor schon sehr nahe. Die Metal Gitarre im traditionellen Riffing (erinnert ein bisschen an frühe Accept und Ähnliches) und eine mächtige treibende Schießbude dominieren das Geballer. Auch wenn manchen Arrangements ein wenig mehr Abwechslung gut stehen würde, hat der Langdreher reichlich Dampf auf dem Kessel und fängt einen schön ein.

Die Metal-Seite hat zwar Soundtechnisch meist die Nase vorn, aber harter, roher Aggropunk ist eben auch ein hörbarer Fakt. Dann ballert auch immer wieder mal das schnelle dreckige Ramones / Motörhead Rock Schwein rein und mit „Twisted Daze & Hellfire Nites“ ist auch ein feiner Oi! Mitgröhl Tune am Start. Irgendwie klingt das alles etwas aus der Zeit gefallen, das ist keinesfalls negativ gemeint, im Gegenteil. Mitte / Ende der Achtziger Jahre hätten alle Metal-Gazetten und Punk-Fanzines die Band total abgefeiert und die Konzerte wären wohl voll mit Metalheads in Kutte und Nietenkaisern mit meterhohen Irokesen-Schnitt gewesen. Vielleicht wird mancher hier etwas unken, der vielleicht alles zu sehr Karo-Einfach ist, was da aus den Boxen plärrt, mir völlig egal, eben weil das genauso klingt wie es klingt, macht mir die Scheibe einen Haufen Spaß und gute Laune. Prost!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Frank Billek


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