HELLYSH - HEKSENKÄSSEL

| Label: | SELBSTVERTRIEB |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 41:31 |
| Kategorie: |
Eigenproduktion |
Zum vierten Mal bricht die Hölle los in Ostfriesland. Denn Philipp Wilken startet mit „Heksenkässel“ zum erneuten Abriss mit seiner Band Hellysh. Wie bei den Alben zuvor, gehen Sänger/Gitarrist Phil und seine beiden Mitstreiter Lenny Grinder Hellysh (Bass) und JM Hellysh (Drums) ein weiteres Mal kaum Kompromisse ein und so haben wir es wieder mit einer Death Metal Walze zu tun, die gern auch mal den Hang zum Grind zeigt. Elf aktuelle Songs lang gibt es brutale Wellenbrecher, die grundsoliden Herbststürmen in nichts nachstehen. Aber, man hat den Eindruck Hellysh variieren doch mehr im Sound und sind auch in puncto Songwriting und Tightness große Stücke weitergekommen. „Carnal Devourment“ startet den Reigen unheilvoll und der Track baut sich recht langsam auf. Tiefes Geröchel und crustige Riffs zeigen aber schnell, wo der raue Wind her weht. Flott, viele Breaks, Knüppeldrums und schräges Gitarrensolo…willkommen bei Hellysh anno 2026. Schnell, mit Powerdrumming.
Aber auch groovig schleppend geht es weiter mit „Simpleton Reign“, einer Nummer die am Ende mit Karnevalsgeräuschen ausklingt. Death-doomig plus brutales Riffing bekommt man bei „Throne Of Agony“ vorgesetzt, teils chaotische Momente, die man auch von den Vorgängern kennt, gibt es obendrein. Knüpelige Doublebass, sowie schnelle Death Metal Riffs, aber auch ein Twin-Klampfen-Part formen „Hypocrisy“, sehr heavy mit treibendem Schlagzeug und abermals schleppender Groove schleicht sich bei „Black Death“ ein. Ein Beitrag der aber auch kranke Gitarrendisharmonien, sowie Kotzgeräusche am Ende aufweist. Langsam startet „Fucked Again“, bevor abgehackte Rhythmen, aber auch – aufgehorcht – eine Melodie den Hörer begleitet. Nach dem Stampfer „Burden Of Mind“ sorgt das zunächst langsame und straighte „Children Of The Lost“, das aber selbstverständlich auch aus sich heraus bricht, für weitere Farbtupfer.
In bester Death-Manier schraubt „Scaphism“ zwischen Korn und Küstennebel den modernen Anstrich hoch, setzt aber mit dem am Anfang doomigen, dann knüppeligen und scheppernden „Pager“ den Old-School-Hellysh-Fan in Szene. Abschließend lassen Phil und Konsorten mit „Necromancer“ nochmal einen brutalen Smasher, schräg und schnell, vom Stapel. Hellysh sind stärker denn je zurück und erzeugen einen wahren Hexenkessel, pardon Heksenkässel voller Wucht und Dollerei, aber auch mit mehr Anspruch als sonst und mit ganz eigenem Death-Metal-Charme. Es wird geknüppelt, es wird verzögert, es wird zwischen brutal und fast schon eingängig hin und her gependelt. Alles in einem Rahmen, der den Bandnamen Hellysh mehr als verdient. Da haut’s selbst den Klabautermann aus den Socken.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































