NIGHT SPECTRE - SAME


Label:DYING VICTIMS
Jahr:2026
Running Time:45.13
Kategorie: Neuerscheinung
 

Eine taufrische Band erreicht uns aus Griechenland. Night Spectre haben sich erst 2024 gegründet und legen jetzt ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor. Musikalisch besinnt man sich auf die klassischen Metalstile wie New Wave Of British Heavy Metal, US-Metal, aber auch auf epischen Metal, was in manchen Phasen tatsächlich den Labelkollegen von Megaton Sword ähnelt. Acht Songs jagen uns die Jungs um die Ohren und diese können sich, das kitschige Artwork mal außen vor gelassen, absolut hören lassen. Zu Beginn lassen es Night Spectre noch sehr schnell angehen. Der Opener, nach Gewehrsalven-Intro und Motorradsound, „Death Contract“, lässt fast schon alte Helloween-Erinnerungen zu „Walls Of Jericho“-Zeiten hochleben. Schnell und heftig steigen die Riffs der beiden Gitarristen Thomas Stamatas und Dimitris Diogos oft in Twin-Duellen in den Ring. Erzeugen dadurch auch eine gewisse Judas Priest-Stimmung.

Sänger Tasos Molyviatis performt generell recht hoch, was bei den raueren, knalligen Eröffnungsstücken noch nicht so arg ins Gewicht fällt. Auch „The Mainiac“ und „Cheating The Fates“ bleiben den flotten Heavy Metal Abfahrten treu. Der ein oder andere Iron Maiden Lauf setzt da noch einen drauf. Ab „To Die In The Ancient Fire” setzt dann der epische Faktor ein. Die Tracks werden generell ein Stück weit langsamer. Bei diesem Tune ist man beinahe fast geneigt von Epic Doom zu sprechen. Zumindest der Vergleich mit Megaton Sword drängt sich hier bereits auf. Das macht sich nun auch im Gesang bemerkbar, der ungleich höher agiert und dieses epische Timbre mit aufnimmt. Auch die Länge der Nummern wird teilweise auf bis über sieben Minuten angehoben.

Dadurch weiß aber auch die  zweite Albumhälfte mit starken Lieder wie „Crossing The Abyss“, „Damnation Of Memory“ oder dem Abschlußtrack „Night Spectre“ wohl zu gefallen und bietet reichlich Abwechslung für den geneigten (Old School) Metalfan, der gerne seine Patches auf der Kutte trägt und auch mit Formationen wie Manilla Road, Manowar oder Vicious Rumors gut klar kommt. Night Spectre sind zwar kein griechisches Weltwunder und auch nicht zu antik, um anzustauben. Aber der Old School Faktor gepaart mit Würzen der New Wave Of Traditional Heavy Metal setzt feine Duftmarken. Auch sind die technischen Qualitäten der Truppe nicht von der Hand zu weisen. Die Mischung macht’s bei der Band und das (epische) Feuer bleibt also am Brennen. Guter Einstieg von Night Spectre.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers


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