LAMB OF GOD - INTO OBLIVION

| Label: | CENTURY MEDIA |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 39:16 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Wer sich auch nur ansatzweise im Heavy Metal Subgenre Groove Metal bewegt, der wird die Herren aus den Vereinigten Saaten von Amerika mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kennen. Lamb Of God, ehemals Burn The Priest, riffen, brüllen und grooven seit 1999 auf den Bühnen der Welt. Das achte Studioalbum hört auf den Namen „Into Oblivion“ aber in Vergessenheit geraten die Burschen aus Richmond, Virginia, ganz sicher nicht so schnell. Zu heftig sind die auditiven Backpfeifen, zu Ohrwurm-artig die metallischen Klänge und zu sexy sind die Riffs auf dem amtlichen Brett, was die Formation uns hier vor das Fressbrett ballert. Abgesehen davon, dass die Skills der Schlag/Tret- und Zupfmusiker ein Top Niveau haben, brilliert auch Frontmann Randy Blythe hier jederzeit. Der Typ brüllt, kreischt, growlt und grunzt sich berserkerhaft durch das Songmaterial, als hätte es seinen Hund abgeknallt.
Textlich geht es nach wie vor gegen Kirche und gesellschaftliche Missstände, die Jungs sehen sich durchaus in der Verantwortung, politische Mucke zu machen leider sind die Lyrics gern etwas metaphorisch gehalten so das ich während einer Review kaum die Möglichkeit habe eine tiefgehende Textanalyse durchzuführen. Es sei soviel gesagt: Besonders Nummern wie „St. Catherine´s Wheel“ und „Bully“ sind ganz klar im Kontext des heutigen Zeitgeschehens zu verstehen. „St. Catherine`s Wheel“ beschäftigt sich, wenn ich es richtig verstehe, mit genereller Gesellschaftskritik und einem System das so kaputt ist das es besser wäre es nieder zu brennen wobei „Bully“ wohl eine direkte Kampfansage an den derzeitigen Präsidenten des ehemals demokratischen Amerika ist.
Was soll ich sagen? Ich verstehe die dahinter steckende Wut und Frustration sehr gut und leider ist es nach wie vor notwendig, wütende Musik zu machen und brennende Worte hörbar zu machen. Wie Randy so schön in das Mikrofon brüllt: „Vengenace, Vengeance is in the air, I am the black hand of God“...
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter











































