AXEL RUDI PELL - GHOST TOWN

| Label: | STEAMHAMMER / SPV |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 55:53 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Bei Axel Rudi Pell bekommt man eigentlich immer genau das, was man erwartet. Dabei ist es höchstens erstaunlich und überraschend, dass der gute Mann auch nach über fünfunddreißig Jahren es immer noch schafft, auf dermaßen hohem Niveau abzuliefern und sich anscheinend mühelos ein neues Meisterwerk aus dem Ärmel zu schütteln. Der Mann ist offensichtlich wie guter Wein und wird mit zunehmendem Alter immer besser. Dabei macht er eigentlich gar nicht viel anders als sonst und liefert wieder einmal eine ganze Reihe Songperlen im Stile eines Ritchie Blackmore (ex-Deep Purple, Rainbow) ab, die wie üblich vom großartigen Johnny Gioeli stimmlich veredelt werden. Dieses Mal ist der Hitfaktor sogar noch etwas höher als auf dem ohnehin schon starken Vorgänger „Risen Symbol“.
Ansonsten bleibt beinahe alles beim Alten inklusive der beinahe schon obligatorischen Ballade „Towards The Shore“. Allerdings nur beinahe. „The Enemy Within“ überrascht durch seinen eher schleppenden Sound und klingt wie ein Mix aus Black Sabbath und Rainbow. Noch stärker ist die Überraschung allerdings bei „Breaking Seals“. Hier hat der frühere Accept-Shouter Udo Dirkschneider einen Gastauftritt und liefert sich ein Duett mit Johnny Gioeli, wobei auch musikalisch ein etwas härteres Brett aufgefahren wird. Hier trifft sozusagen Bochumer Barock auf Solinger Stahl. Insgesamt also ein bärenstarkes Werk, bei dem Fans bedenkenlos zugreifen können.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Thorsten Roggenbuck











































