THE GEMS - YEAR OF THE SNAKE


Label:NAPALM
Jahr:2026
Running Time:45:00
Kategorie: Neuerscheinung
 

Während das Debütwerk "Phoenix" vor zwei Jahren noch stark den Spirit ihrer alten Band Thundermother atmete, zeigt „Year Of The Snake“ eine deutliche Weiterentwicklung. Die Formation öffnet sich mehr dem melodischen Rock der 80er Jahre mit den Vorbildern Girlschool, Lita Ford und Lee Aaron. Man hört deutliche Hommagen an Größen wie Europe, Van Halen und stellenweise bluesige Akzente à la ZZ Top. Der Sound ist frisch, modern und druckvoll, ohne dabei die Live-Energie zu verlieren, für die das Trio bekannt ist. Der Titel „Gravity“ (feat. Tommy Johansson) ist ein Hammersong. Das Duett mit dem ehemaligen Sabaton-Gitarristen und Sänger verleiht dem Album eine fast schon hymnische Power-Metal-Note, bleibt aber im Kern Hardrock. Der Titelsong „Year Of The Snake“ ist ein klassischer Ohrwurm mit schweren Riffs, der das Thema des Releases – Erneuerung und das Abwerfen alter Haut – perfekt einfängt.

„Hot Bait“: Ein verspielter Track mit einem coolen Shuffle-Groove, der zeigt, dass die Truppe auch eine ordentliche Portion Humor und Rock ´n´ Roll-Attitüde besitzt. „Diamond In The Rough“ & „Happy Water“: Hier glänzt besonders Guernica Mancinis Stimme, die oft als eine der besten im aktuellen Hardrock-Sektor bezeichnet wird. Da kann ich mich nur anschließen. M.E. konnte sie bei den Donnermüttern auch nie vollständig ersetzt werden. Zu loben ist vor allem die Beständigkeit des Trios. Trotz des schnellen Release-Zyklus wirkt das Songwriting nicht mal eben aus den Rippen geleiert, sondern durchdacht. Die erste Hälfte der Veröffentlichung gilt als besonders stark und energiegeladen. Ein Muss für Fans von klassischem Hardrock, die starke Frauenstimmen und eingängige Achtziger-Riffs lieben. The Gems beweisen, dass sie endgültig aus dem Schatten ihrer Vergangenheit herausgetreten sind.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Stephan Georg


zurück zur Übersicht