EYE OF PURGATORY - DARKBORNE


Label:APOSTASY
Jahr:2026
Running Time:33:31
Kategorie: Neuerscheinung
 

Als Death Metal Gourmet, da gibt es ja durchaus viele Unterschiedliche Geschmacksrichtungen, kennt man in der Regel die üblichen Verdächtigen und Rogga Johansson und seine Todesblei Crew von Eye Of Purgatory gehören durch die Bank dazu. Da wäre zum einen Rogga (Vocals, Riffs) selbst, den man von gut und gerne ein paar Dutzend Kult Kapellen wie zum Beispiel Massacre, Leper Colony oder Revolting kennt. Die anderen beiden vielbeschäftigten Metal Mucker sind Bassist Jeramie Kling (ex-Massacre, Overkill, Inhuman Condition, ex-Gus G.) sowie Todes-Trommler/ Killer-Keyboarder Taylor Nordberg (Deiche, Inhuman Kondition, ex-Massakriere und ex-Gus G.). Ihr seht also das hier Musiker zusammenkommen die drei Dinge gemeinsam haben und zwar ein definitiv unbestreitbares musikalisches Talent, den Willen sich komplett zu zerreißen um soviel Musik gewordene Gewalt wie möglich auf die Menschheit loszulassen und: keinen Bock mehr auf die Zusammenarbeit mit Massacre Chef Kam Lee.

Des einen Leid ist des anderen Freud in diesem Falle da fast jeder der sich von Massacre trennt wieder eigene Acts gründet die in der Regel auch noch amtlich Arsch treten.Also zur Musik der Jungs von Eye Of Purgatory: Na klar ist das Death Metal aber halt nicht nur beziehungsweise nicht der Standard oder das brutale Zeug das endlos repetitiv deine Ohren durch orgelt ohne sich die Mühe zu machen nach dem Sweet Spot zu suchen. Eye Of Purgatory ist vordergründig old-school Todesblei das dir den Schweiß in die Arschritze treibt aber die zweite, tiefere Schicht ist von Melodie und Groove durchtränkt wie meine Großhirnrinde nach einer Nacht im Münsteraner Whiskey Dungeon (da kommt natürlich eine Menge Alk dazu).

Sound-technisch sind Vergleiche zu Edge Of Sanity und Dark Tranquillity durchaus angebracht, ab und an kommt das organisierte Chaos sogar psychedelisch rüber („The Best Of Them Bleed“). Dass hier durchaus auch Keyboard/Synthesizer Sounds eingesetzt werden, unterstreicht den Ansatz der Formation. Hier wird eben nicht nur wild drauflos geballert. Einige behaupten gar es komme eine Lucio Fulci-artige Atmosphäre auf, da ich nicht allzu vertraut mit dessen Werk bin kann ich das weder bejahen noch verneinen aber ich weiß was gemeint ist: die Brutalität die dem Genre an sich zu eigen ist wird mal gestützt mal zerstreut durch die subtile Melodik die hintergründig durch die Synthesizer Klänge über der Komposition hängt. Das ist angenehm und transportiert auch ein wenig 70er Jahre Horror was den Vibe angeht.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter


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