MAD MAX - STORIES OF DESTINY


Label:ROAR
Jahr:2026
Running Time:45:25
Kategorie: Neuerscheinung
 

Ihr fünfundvierzigjähriges Jubiläum feiern in diesem Jahr die deutschen Hard Rock-/Melodic Metaller von Mad Max. Gitarrist Jürgen Breforth ist das noch einzig verbliebene Gründungsmitglied der Band, aber auch Drummer Axel Kruse war bereits von 1984-1989 dabei. Ursprungs-Sänger Andreas Baesler hat man zudem für das neue Album „Stories Of Destiny“ reaktiviert. Ein Release, das auf die Geschichte der Formation zurückblickt und einen Hybrid darstellt aus neu-aufgenommenen Ideen von Jürgen Breforth, neuen Songs, einer Neuaufnahme vom ersten Werk und zwei alten Songs, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Ganz neu am Mikrofon der Münsteraner steht nun der Brite Alan Clark (Dark Heart)…herzlich willkommen. Los geht es mit dem Midtempo-Geschoss „Silver“, mit etwas mystischem Grundton und einem schön melodisch mehrstimmigen Refrain. Auch das feine Gitarrensolo von Mister Breforth und generell die Six-String-Arbeit zusammen mit Dethy Borchardt weiß zu gefallen. Flotter, mit Twin-Axt-Harmonien wurde danach „Weapons Of Love“ ausgestattet. Einer dieser beiden alten, noch nicht veröffentlichten Tracks.

Der zweite im Bunde ist „Til‘ The End Of Time“, eine ähnliche Nummer, die allerdings ein wenig langsamer beginnt. Neben dem gutklassigen, weil passenden Gesang von Alan Clark sind es immer die massentauglichen Mehrstimmigkeiten in den Refrains und Gesangslinien, die Mad Max anno 2026 nach wie vor bevorzugen. Neben straighten Stücken wie dem Heavy Rocker „Mad Gone Blind“ oder dem im Breitwand-Format daherkommenden AOR-Schlenzer „Bullet“ gibt es die etwas plüschige, eher verzichtbare Ballade „Wings Of Freedom“, sowie das ebenfalls zumindest halb-balladeske „Far Behind“, welche ruhigere Klänge einfließen lassen. Und da ist ja noch die Neu-Aufnahme von „Piece Of Candy“, was auf dem allerersten geschriebenen Riff von Jürgen Breforth basiert und im Duett mit Ur-Sänger Andreas Baesler nach wie vor als flotter Rocksong mit geradliniger Zielführung ertönt.

Den Abschluß-Tune „Dulces Falsos“ durfte Andreas dann ganz alleine einsingen und ist quasi eine Hommage der Truppe an ihre Fans in Lateinamerika, sowie der erste auf spanisch gesungene Mad Max-Song. Prinzipiell ist die Nummer ein schneller Smasher mit leicht punkiger Note im Gesang. Ja, diese Mischung aus neuen Beiträgen, aufgewärmten Nostalgie-Stücken und unveröffentlichten Tunes kann man sich durchaus gerne reinziehen. Natürlich ist alles nach wie vor hochmelodisch veranlagt, aber schon ein Stück weit von Plüsch und Federn weg. Mit passendem neuen Sänger, der zwar nicht überragt, aber auch nicht abfällt, kann man den ein oder anderen Pluspunkt setzen und die Marke Mad Max durchaus auch im Jahr 2026 als solche präsentieren. Kein „Stormchild“ natürlich, aber echt gut gelungen.

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers


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