SERGEANT STEEL - GOLDEN ABSOLUTION


Label:METALAPOLIS
Jahr:2026
Running Time:43:04
Kategorie: Neuerscheinung
 

Gegründet wurde die Band 2007 in Linz, der Landeshauptstadt von Oberösterreich. Sie sind eine feste Größe in der heimischen Hard Rock Szene. Sie lassen die goldene Ära des Hard Rock der 70er und 80er Jahre wieder aufleben. Nach dem Debütalbum „Lovers & Maniacs“ (2010) wurden in den Folgejahren vier weitere Releases und eine „Best Of“ Vinyl (2018) veröffentlicht. Somit ist das Mitte Oktober erscheinende „Golden Absolution“ das sechste Werk der Landesnachbarn. Bereits „1000 Lives“ zeigt ganz klar, auf „Golden Absolution“ dominiert gitarrendominierter rifflastiger Metal. Außerdem beeindruckt der Song durch einen starken epischen Chorus. Nach einer Einleitung mit Synthesizer-Spielereien entwickelt sich „Back On The Track“ zu einem hymnischen, ins Ohr gehenden Midtempo-Stampfer. Das war die erste Single und Ausgangspunkt für das weitere Songwriting. „Teeny Meany“ hat einen Country-Einschlag. Es muss ja nicht immer beinharter Heavy Metal sein.

Stampfende Riffs sorgen dann doch für gewisse Härtegrade. Auch später experimentieren Sergeant Steel mit ihrem Sound. Bei der Metal-Hymne „Hold Your Fire“ ist zunächst ein Kinderchor zu hören. Dann wird von einem Mitsing-Refrain für gute Stimmung unter Fans bei Live-Auftritten gesorgt. Es wird im Verlaufe des Tracks härter, jedoch ist der Kinderchor erneut zu hören. Auch auf dem aktuellen Opus muss man nicht auf eine Ballade verzichten. Dabei verzaubert „Lonely Street Of Broken Hearts“ mit einer starken Jazz-/Blues-Schlagseite. Im Hintergrund wabert zeitweise eine Hammond-Orgel. Bei „Fool For Your Lovin“ wird abrupt zu harten, schnellen Klängen gewechselt. Das Schlagzeug gibt den Takt vor. Und der Refrain fordert erneut zum Mitsingen auf. Passend zum Song-Titel „Catch The Train“ pfeift zu Beginn eine Dampflok. Ein sehr rhythmischer und geradliniger Beitrag.

Mit „Stay With Me“ wird dann zu klassischem Hard Rock gewechselt. Hartes Schlagzeug, wabernde Hammond-Orgel und knallende Riffs dominieren. Ein Intro mit akustischer Gitarre leitet den melodischen Midtempo-Stampfer „Wireless“ ein. Dann setzt das Drumkit rhythmisch und ruhig ein, gefolgt von harten Axt-Riffs. Der letzten Nummer „Dying Love“ wurde ein Keyboard-Intro verpasst. Aber dann wird es hart, schnell und rockig im Stile eines musikalischen Steigerungslaufes. Mit „Golden Absolution“ liefern Sergeant Steel ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Album ab. Zumeist hören wir sauber gespielten klassischen Hard Rock. Aber die Österreicher scheuen sich auch nicht davor, auf fremdem Terrain zu wildern. Das macht diese Veröffentlichung äußerst hörenswert.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


zurück zur Übersicht