CORELEONI - GENERECTION


Label:REIGNING PHOENIX MUSIC
Jahr:2026
Running Time:42:24
Kategorie: Neuerscheinung
 

Bereits zum vierten Mal schlagen CoreLeoni albumtechnisch zu. Mit „Generection“ steht der nächste Ableger des Gotthard-Gitarristen bevor und man könnte sagen, es ist das bisher härteste Opus der Schweizer Hardrocker geworden. Zwar sind auch Gotthard bei weitem keine weichgespülte Melodic Rock-Band, wie der ein oder andere vielleicht immer noch denkt. Aber CoreLeoni sind schon noch eine Spur kräftiger, ja auch aggressiver am Start. Auch ein Verdienst von Sänger Gent Bushpepa, der nun zum zweiten Mal das Mikrofon auf einem Release von Leo Leoni und Mannschaft schwingt. So steigt man mit einem recht harten Riff bei „Last Goodbye“ ins Werk ein. Ein stampfender Track mit pumpendem Bass (Mila Merker) und eben dem sehr guten, angerauten Gesang von Gent. Natürlich fehlen diesem Einstiegs-Smasher nicht die nötigen CoreLeoni Melodien und ein gutes Twin-Gitarren-Solo von Leo Leoni und Jgor Gianola rundet den gelungenen Opener ab.

Auch das folgende „Generation Rock“ beginnt äußerst knackig, der Gesang intoniert eine Idee höher und der Shout-Refrain bedient die heutige, aber auch frühere Rock Generation würdig. Die Drums (Alex Motta) zelebrieren ordentlichen Wumms. Klar, dass bei einer Band aus dem Umfeld von Gotthard eine Power-Ballade nicht fehlen darf. „Believe“ macht aber ebenso eine gute Figur und liefert zudem einen brauchbaren, mehrstimmigen Refrain. Ansonsten setzen CoreLeoni aber auf Tunes in der Schnittmenge von powergesteuertem Hard Rock zu Melodic Metal. Oftmals mit viel Groove vesehen wie  beim coolen Rocker „Sex On The Beach“ oder dem etwas schleppenderen, ein wenig an Whitesnake erinnernden „I´m Afraid, I’m in Love“. Mit folkigen Vibes plus anfänglicher Akustikgitarren kommt „Yearning“ daher und setzt zudem ein wenig auf AOR.

Es sind aber definitiv die härteren, dynamischen Nummern, die bei CoreLeoni herausstechen. „Rock ´n´ Roll Rebel“ beispielsweise, und nein das ist kein Ozzy-Cover. Eine Cover-Version befindet sich dennoch auf der Veröffentlichung und zwar „Lady Marmalade“ ursprünglich von Labelle. Na ja, hätte es vielleicht nicht unbedingt gebraucht. Kurzum, „Generection“ ist ein sehr gutes Hard Rock Album. Mit der Betonung auf „Hard“. CoreLeoni sind einmal mehr nicht nur für die Gotthard-Jünger empfehlenswert, sondern für den aufrichtigen Fan harter Klänge und kompetent gespielter Tracks immer wieder ein absolute Bereicherung. Eine „Generection“ für jede Generation harter Musikfreunde.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers


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