ELYSION - IDENTITY

| Label: | MASSACRE |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 50:06 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Die griechische Rock- und Metal-Band Elysion wurde 2006 von Sängerin Maxi Nil und Gitarrist Johnny Zero gegründet. Nachdem Maxi bereits zwei Jahre später die Formation verließ, übernahm Christianna den Platz am Mikrofon. Mit ihr wurde das 2009er Debütwerk „Silent Scream“ veröffentlicht. Nach der EP „Killing My Dreams“ (2012) folgte 2014 „Someplace Better“. Danach gab es doch eine etwas längere Schaffenspause. Bis zum Erscheinen des dritten Releases „Bring Out Your Dead“ dauerte es ganze neun Jahre. Aber auf „Identity“ mussten die Fans erfreulicherweise nicht so lange warten. Einige Synthesizerklänge leiten „Do Or Die“ ein, bevor Sängerin Christianna ruhig einstimmt. Aber schon setzen harte Riffs ein, ohne das Tempo jedoch wesentlich zu erhöhen. Ein melodischer Auftakt. Bei „Guardian Angel“ stampfen die Gitarren von Anfang los. Ein klein wenig schneller, aber genauso melodisch. Zu den harten Riffs passt das dunkle Timbre der Fronterin hervorragend. Abgerundet wird das Ganze von einem starken Klampfen-Solo.
Auch zu „Dead Loves“ ist zunächst eine Keyboard-Einleitung zu hören, bevor später harte Riffs und ruhige Six-String-Akkorde im Wechsel zu hören sind. Keyboard-Teppiche bringen einen Hauch Epik. Der Midtempo-Bereich wird erneut nicht verlassen. Bei „The Last Ride“ werden die elfenhaften Vocals von Christianna durch die bösen Growls von Konstantinos Togas (Nightrage, Herta) kontrastiert. Danach setzt die Power-Ballade „Declaration Of Darkness“ einen Ruhepunkt. Die Sängerin zeigt sich zunächst von ihrer gefühlvollen Seite. Aber auch härter Klänge und Gesangs-Passagen kommen nicht zu kurz. „Phoenix“ ist teilweise geprägt von harten stampfenden Riffs. Später ist dann die technisch verfremdete Stimme von Christianna zu hören, unterlegt von Industrial Klängen. Im Wesentlichen hört man jedoch druckvollen Midtempo Metal. Nach kurzer Tasteninstrument-Einleitung ist auch „Gravity“ rifflastig und wird von hartem Schlagzeugspiel angetrieben. In weiterer Gesangspartner ist bei „Harvest“ zu hören. Sakis Tolis (Rotting Christ) sorgt mit seinen Growls für eine härtere Gangart. Dementsprechend wirkt auch Christianna´s klare Stimme ein wenig härter.
Auch „Moment In Time“ gehört dank der Riffs zu den härteren Songs der Veröffentlichung. Erneut kann man das kraftvolle, dunkle Timbre von Christianna genießen. „Broken“ ist dann wieder ein etwas „braverer“ melodischer Metal-Track. Zum Schluss folgt mit „Nighttime Whispers“ die zweite Ballade des Rundlings. Der betörende Gesang wird von akustischen und dezent eingesetzten elektrischen Äxte begleitet. „Identity“ ist ein hörenswertes und abwechslungsreiches melodisches Metal-Opus. Die einzelnen Tunes bewegen sich zumeist im Midtempo-Bereich und sind sehr eingängig. Bei zwei der elf Nummern sorgen harsche Growls für eine härtere Ausrichtung. Das ist sicherlich alles nicht neu. Aber die klare und kräftige Stimme von Christianna wird von den Instrumentalisten gut in Szene gesetzt.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































