MASTODON - MARROW DEEP


Label:LOMA VISTA RECORDINGS / CONCORD / UMG
Jahr:2026
Running Time:65:32
Kategorie: Neuerscheinung
 

Hier gibt es tatsächlich auch mal esoterische Klänge, wenn man sich die erste Singleauskopplung „Snakes For Dinner“ zu Gemüte führt. Es klingt also direkt leicht anders als in ihren wilderen Anfangstagen, aber hier singt auch mal Josh Homme von den Queens Of The Stone Age als Gastsänger mit, der auch 2006 mal gastiert hat. Die Bewusstseinsschiene fahren sie auch später bei „The Vanishing“ nochmal. Ein sehr ruhiges, aber schönes Stück. Die Formation hatte wohl einiges zu verarbeiten, aber es ist auch nie angenehm, wenn ein Bandmitglied stirbt. Dennoch brilliert der singende Schlagzeuger Brann Dailor noch immer mit tollen Shuffles und variiert sehr im Gesangsstil. Insgesamt ist aber alles sehr sphärisch und viele Hintergrundtöne runden das Hörerlebnis ab.

„Golden Spires“ hat beispielsweise viele Keyboardanteile. Sowas macht das Ganze zu einem Art-Rock-Erlebnis. Allein der Schlusssong „The Three Fates“ ist vollkommen abgedreht und man fühlt sich wie auf einem Pilztrip. Anfangs gefiel mir diese Wandlung zu einer Art Alternative Rock nicht sonderlich, aber das Album entwickelt sich und die Aufnahme ist natürlich bei deren Budget hervorragend. Interessant auch die Abmischung durch Andrew Scheps (Adele, Black Sabbath, Metallica). Der neue Klampfer Nick Johnston macht seinen Job hervorragend und ist hier erstmals seit dem Tod von Gitarrist und Gründungsmitglied Brent Hinds zu hören, der bei einem Motorradunfall starb. Ein wirklich interessanter und gut klingender Release. 

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: David Ivanov


zurück zur Übersicht