KARLOFF - REVERED BY DEATH

| Label: | DYING VICTIMS |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 29:59 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Es sind schon wieder fast fünf Jahre her, seit die Oldenburger Karloff ihr Debütalbum „The Appearing“ rausgehauen haben. Nun endlich also der Nachfolger „Revered By Death“ und es fällt auf, das Artwork ist diesmal nicht in schwarz-weiß gehalten, deswegen aber nicht minder düster. Musikalisch hat sich bei den Jungs nahezu nichts geändert, dennoch kommen die acht neuen Songs irgendwie griffiger und betont kraftvoller zum Ausdruck als noch beim Vorgänger. Punkiger Metal mit teils Stoner Riffs und einer extrem harschen Ausrichtung sind Programm bei dem Trio aus dem Norden. Auch der ein oder andere Black Metal oder auch Celitc Frost Einschlag kommt zum Tragen. Der Opener „A Pessimistic Soaring“ lässt es dann auch tief düster und brachial krachen und irgendwie witzig gespielte Gitarren-Loops zwischendrin lockern das Ganze auf. Diese findet man auch bei „Crown Cult Fate“ und bilden ein nettes Farbtupferl im generell eher im schwarz-weiß gehaltenen Soundgewand.
Sänger und Gitarrist Tom Horrified setzt seine ausdrucksstarke Stimme, die natürlich rau und aggressiv im Tom Warrior und Cronos Stil hervorragend zur Musik passt, mehr noch als beim Erstlingswerk in Szene und bringt so glanzvoll lyrische Tracks wie „Die Wiederkehr Der Dunkelei“, „When The Flames Devour You All“ oder „Prince Of Parasites“ in feinste Metalpunk-Bahnen. Mit „On Weathered Altar“ setzen Karloff auch mal auf rein instrumentale Düster-Schönheit. Ein Kleinod im Kontext stetig kratzender Klangeruptionen. „Regicide“ setzt für mich persönlich das Highlight des Releases, ein fulimanter Stampfer, extrem geradlinig interpretiert und mit pulsierenden Riffs voll in die Beine gehend.
Obwohl die anderen Tunes dagegen zwar kaum abfallen, wohl die Nummer die am flottesten bei einem hängen bleibt. Bis hin zum Abschlussbeitrag „Elisabetha´s Revenge“ lässt das Niveau von „Revered By Death“ nie nach und der brachial intensive Sound setzt dem Werk quasi die (Dornen)Krone auf. Die Zielgruppe der Musik von Karloff ist sicherlich nicht so arg breit gesät, der geneigte Fan punkig auftrumpfenden Metals, der auch vielen Black Metal-Fans gefallen dürfte, wird mit Karloff´s neuem Output vollends bedient.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































