HELLOWEEN - WALLS OF JERICHO


Label:NOISE
Jahr:1985
Running Time:40:53
Kategorie: Classics
 
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Während ich vornehmlich der New Wave Of British Heavy Metal Phase gefrönt habe, hat die relativ kurze, von deutschen Bands geprägte und unter dem Weiter-Schneller-Härter-Motto stehende Metalphase meines Bruders von den Scorpions, über Accept und Running Wild, mich zu diesem einschneidenden Machwerk geführt. Nach einer Mini-EP, legten Helloween mit „Walls Of Jericho“ sowas wie die Geburtsstunde des europäischen Power Metal hin, indem eine Mischung aus hartem Heavy Metal und Speedmetal mit bombastischer Ausrichtung präsentiert, und damit praktisch eine neue Stilrichtung kreiert wurde. Das Intro „Walls Of Jericho“ gilt seitdem auch als Markenzeichen und Erkennungsmelodie der sympathischen fünf „Kürbisköpfe“, um dann mit dem Opener „Ride The Sky“ mit einer für die Zeit unheimlich dichten Instrumentalisierung, wuchtig und zugleich äußert treibend, eine wahre Hymne hervorgebracht zu haben, die auch heute noch jeden Live Gig der Band aufwertet, welche zudem auch durch die Röhre von Kai Hansen einen zusätzlichen Wiedererkennungswert widerfuhr. Weiter ging es mit dem ebenso kraftvollen und mit einem schleppenden Chorus versehenen „Reptile“, ehe das hymnische „Guardians“ eine perfekte Symbiose aus Speed und Melodie zelebrierte. Stampfend folgte das besonders rifflastige „Phantoms Of Death“, bevor das schnelle „Metal Invaders“ resolut aus den Boxen geknallt wurde. Mit krachenden und schneidenden Gitarren folgte das vergleichsweise durchschnittliche „Gorgar“, um mit dem kultigen „Heavy Metal Is The Law“, welches sich maßgeschneidert zum „mitschreien“ eignete, eine weitere Hymne auf den Plan zu rufen. Den krönenden Abschluss bildete das mitreißende „How Many Tears“, welches nach den Soli und den melancholisch angehauchten und sehr ruhigen melodischen Klängen durch den aufeinanderfolgenden Einsatz der Rhythmusfraktion noch immer für Gänsehaut sorgt, und dem ebenfalls hymnischen Chorus bis hin zum Showdown dieses wahrlich weichenstellenden Kultwerks beendet.   

 

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Markus Peters


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