TYRANT - TOO LATE TO PRAY


Label:METAL BLADE
Jahr:1987
Running Time:46:01
Kategorie: Classics
 
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Unter dem Namen Tyrant finden sich zahllose Metal Bands wieder, vielen dürften auch noch die deutschen Tyrant aus Baden-Württemberg ein Begriff sein. Bei dieser Band handelt es sich jedoch um eine Truppe aus den USA, die aus Kalifornien stammt und sich 1978 gründete. Nach einem Demo (1982) und einem Album unter dem Titel „Legions Of The Dead“ (1985) folgte im Jahre 1987 das dritte, und wohl bekannteste Album der Band, „Too Late To Pray“.

„At the beginning of the end, the Nazarene shall rise from beyond the grave, and on the eve of destruction, lead Babylon across the valley of death. Hearing the bells of hades they will know it´s too late to pray and venture into the flames of hell, to conquer Verdalack, take heed the words of the tyrant”. Das düstere Intro „Tyrants Revelation II” leitet die A-Seite der LP ein und es folgt der Titeltrack „Too Late To Pray“ welcher durch seine angenehm direkte Härte überzeugen kann und dann übergeht in „Beyond The Grave“ mit seinem fesselnden Kernreim. „Valley Of Death“ hingegen fällt atmosphärischer aus, ruhige Passagen gehen hier im stetigen Wechsel mit härteren Ausrichtungen einher. Mit „The Nazarene“ und dem starken „Bells Of Hades“ geht es dann weiter. Frenetisch eröffnet die Nummer „Flames“ die B-Seite und geht dann über zu „Babylon“; „Verdalack“; „Beginning Of The End“ und „Eve Of Destruction“, die sich im Vergleich zur A-Seite ähnlich stark präsentieren und die nötigen Akzente im Bereich der Dichte und Vielschichtigkeit setzen. Die Stimme von Glen May weist eine eher aggressive bis klagende Phrasierung auf und kommt, bis auf einige Schreie, nie in den ganz hohen Bereich, was aber auch gut zur Musik von Tyrant passt.

Fazit, ein gelungenes Heavy Metal Album in Reinkultur mit sehr leichten Doom Anleihen, welches die Verschmelzung zwischen Härte und düsterer Atmosphäre für sich erkannt hat, und mit der nötigen Finesse umsetzte. Wer Cirith Ungol, Manilla Road, Pentagram oder Mercyful Fate mag, macht hier nicht viel falsch.

 

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Fabian Bläckout


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