AMARANTHE - HELIX


Label:SPINEFARM
Jahr:2018
Running Time:41:07
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Laut eigener Aussage der schwedischen Melodic Metaller, haben sie für ihr nunmehr fünftes Studio Album, insgesamt weniger als fünf Monate, für das Komponieren und Aufnehmen gebraucht. Gitarrist Olof Mörck, sieht es gar als das beste Album an, das er jemals mit Elize Ryd zusammen geschrieben hat. Das lasse ich jetzt mal unkommentiert im Raum stehen. Fakt ist aber, das „Helix“ den Härtegrad, im Vergleich zum wirklich grottigen Vorgängeralbum „Maximalism“, wieder auf ein deutlich höheres Level geschraubt hat. Natürlich ist ihr Markenzeichen wie gewohnt, die Gratwanderung zwischen Abba und Slayer, wobei Abba für mich immer noch die unangefochtene Nummer Eins der anspruchsvolleren Hitparaden Popmusik sind. Selbstredend gibt es nach wie vor diese Dance Metal Einlagen aber bei weitem nicht so penetrant, dass man sich fragen muß, ob man nicht aus Versehen die neue Scooter Scheibe auf dem Teller hat. Live war und ist die Truppe allerdings immer noch eine Macht, und heizt fast jeden Saal in kurzer Zeit auf Saunatemperatur an. Hierzu steuert die bildhübsche Frontelfe Elize Ryd, einen nicht unerheblichen Teil, dazu bei. Wer allerdings ihr Bildnis auf dem aktuellen Cover verbrochen hat, der sollte bestraft werden. Diese Lady ist in Natura ein absoluter Hingucker. Sehr gelungen ist übrigens auch der Einstand von dem neuen Sänger Nils Molin, der den bis im Jahr 2017 zur Band gehörenden Jake E. Lundberg, mehr als eindrucksvoll ersetzt. Aber bei allem Lob über die neue amarathinische Härte, muß ich sagen: es hapert ein wenig an Abwechslung. Zu ähnlich sind sich die zwölf Songs, so dass man schnell den Überblick verliert, welche Nummer denn nun gerade läuft. Sicher jedes Stück für sich betrachtet hat ordentlich Drive und lässt die Füße zucken. Vielleicht muß man doch beim nächsten Mal etwas mehr Zeit einplanen und die Stücke etwas differenzierter arrangieren. Soundtechnisch ist die Scheibe allerdings über jeden Zweifel erhaben, und drückt ein ordentliches Pfund metallischer Musik aus den Membranen.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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