DEICIDE - OVERTURES OF BLASPHEMY


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2018
Running Time:37:56
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ich muss zugeben, dass ich Deicide, die von 1987 bis 1989 noch unter dem Namen Amon unterwegs waren, Anfang der Neunziger zwar megageil fand, aber nach sie nach „Serpents Of The Light” (1997), leider völlig aus den Augen verloren habe. Umso schöner ist es zu sehen, dass sich bis heute auch auf dem nunmehr zwölften Album der US Death Metaller, nicht allzu viel an der musikalischen Ausrichtung geändert hat. Wo Deicide draufsteht, ist halt auch Deicide drin. Bassist und Sänger Glenn Benton und Schlagzeuger Steve Asheim, die beide noch aus der Originalbesetzung übrig geblieben sind, sind ein eingespieltes Team. Vom Stil her könnte auch „Overtures Of Blasphemy“, noch aus den Neunzigern stammen. Die Produktion klingt zwar zeitgemäß, aber nicht übermäßig modern, soll heißen: Hier ist alles druckvoll produziert, aber tiefer gestimmte Gitarren und getriggertes Schlagzeug, bleiben dem geneigten Fan zum Glück erspart. Hier gibt es reihenweise schnelle, fette Riffs und wilde, authentische Soli zu bestaunen, das Schlagzeug rattert arschtight in einer Tour und über allem thront wie immer der gutturale, tiefe Growlgesang von Glenn Benton wie eh und je. Unter den zwölf enthaltenen Tracks ist kein Lückenfüller auszumachen. Alles klingt wie aus einem Guss, da die Songs eingängig sind, obwohl jederzeit merkt, dass Deicide fit an ihren Instrumenten sind. Tja, was soll ich sagen? Deicide bleiben sich treu und schaffen den Spagat, ihren alten Sound so in die Neuzeit zu verfrachten, dass alle zufrieden sind. So muss das sein! Das ist gutklassiger, reiner Ami Death Metal in Reinkultur; eben einfach Deicide!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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