THE CROWN - COBRA SPEED VENOM


Label:METAL BLADE
Jahr:2018
Running Time:108:14
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Um Verwechslungen mit der gleichnamigen Hardrock-Band aus dem Weg zu gehen, nannten sich die 1990 gegründeten Crown Of Thorns 1998 nach zwei Alben in The Crown um. Seitdem sind unter dem neuen Banner bis heute schon zehn Alben veröffentlicht worden. Im Januar erschien die Vorab-Single „Iron Crown“, die auf der B-Seite den Track „Ride The Fire“ enthielt. Die A-Seite ist auch hier am Start, die B-Seite immerhin als Bonus auf der CD. Daher knicken wir uns das Review zu der Single. Wir kommen schließlich schon mit den Album-Reviews kaum noch hinterher. Dem Melodic Death Metal wurden seit der Umbenennung auch immer mehr Thrash-Einflüsse untergejubelt, welche dem Ganzen immer eine rotzige Ausstrahlung geben; seit jeher ein Markenzeichen dieser fünf schwedischen Recken, von denen immerhin noch drei Leute tatsächlich seit 1990 mit an Bord sind. Somit hört man auch sofort, dass die Band super aufeinander eingespielt und miteinander befreundet ist. Musikalische und persönliche Differenzen gibt es hier definitiv nicht. Und das wirkt sich auch positiv auf die neue Platte aus. Die Ruhe des Intros währt nur kurz, bevor das Blastbeat-Geballer losgeht. Die pfeilschnellen Gitarrenläufe gehen ab wie Sau, die knarzenden Gitarrenriffs walzen alles nieder. Der Gesang von Frontmann Johan Lindtrand klingen richtig angepisst. Das groovige Dampfwalze „World War Machine“ in der Mitte des Albums zeigt mal so etwas wie Midtempo; ansonsten wird hier schonungslos das Gaspedal ausgefahren und dem Hörer keine Verschnaufpause gegönnt. Sammler sollten hier allerdings aufpassen! Die LP-Version enthält nur zehn Tracks, die CD und die digitale Version dreizehn, unter anderem – wie bereits anfangs erwähnt – die B-Seite der 7“ EP, „Ride The Fire“. Vinyl-Sammler und  Komplettisten werden also leider mal wieder doppelt zur Kasse gebeten. Musikalisch gibt es aber bei The Crown wie immer das qualitativ hohe Brett im Stil von Bands wie At The Gates, The Haunted, Carnal Forge und so weiter.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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