BÜRO DER LEGENDEN (Staffel 2) - Idee von Éric Rochant


Label:UNIVERSUM
Jahr:2017
Running Time:537:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Egal welch überschwengliche Kritiken ihr bislang von der französischen Produktion gelesen habt, ich bin völlig anderer Meinung. Dies ist nicht nur die langweiligste Geschichte um den Aufstieg der ISIS (oder wie heute nur noch IS genannt) im Nahen Osten, die ich jemals gesehen habe. Als Spionage-Serie zieht sich schon die erste Staffel mit ihren Folgen, wie ein fettes Kaugummi, durch meine Freizeitgestaltung. Die Story ist zwar in einem interessanten Rahmen gepackt aber die Umsetzung der sperrigen Hauptdarsteller ist kaum zu ertragen. Zudem werden ellenlange Passagen und ganze Sequenzen in Fremdsprachen abgehalten. Wenn ich lesen will nehme ich ein echtes Buch zur Hand. Nun ja, das innerhalb von Spionagegeschichten paranoide Charakterzüge der Protagonisten hervorlucken, ist normal aber eine Serie wo man wirklich zu keiner Zeit weiß, wer gegen wen itrigiert und das in den eigenen Reihen, ist schon schwer nachzuvollziehen und fies anstrengend. In der erzählerischen Runde zwischen Spionageabwehr, dem Krieg in Syrien und dem Terrorismus bewegt sich die Storyline. Hauptfigur ist der Geheimagent Guillaume Debailly. Der kommt nach sechs Jahren Undercover-Identität heim und hat große Schwierigkeiten sich in sein altes Leben zurück zu integrieren. Seine große Liebe, Nadia El Mansour, die plötzlich in seiner Heimat auftaucht, nachdem er sie eiskalt abserviert hat, bringt neue Machenschaften und Probleme mit sich. Im Wesentlichen ist jedoch ein Spion des französischen Nachrichten-Auslandsdienst, „Direction Générale de la Sécurité Extérieure“ (DGSE), enttarnt worden und er soll eingetauscht werden. Eine klassische Entführung, samt Liebesgeschichte. So weit die erste Staffel.

Wer jetzt der Meinung ist, dass sich etwas an Spirit und den Ideenreichtum in der zweiten Staffel getan hat, der irrt. Auch hier wird wieder jemand entführt. Heuer Frau El Mansour, gespielt von Zineb Triki. Guillaume (Mathieu Kassovitz) bekommt somit eine besondere und persönliche Herausforderung gestellt und es wird sich zeigen, wie weit er sich aus dem Fenster lehnt. Natürlich bleibt dabei seine Tochter Prune (Alba Gaia Bellugi), auf der Strecke. Er ist mittlerweile als Doppelagent für den CIA tätig und lässt Informationen über seine vorgetäuschten Termine mit seiner Psychologin Docteur Balmes (Léa Drucker) durchsickern. Währenddessen versucht Agentin Marina Loiseau (Sara Giradeau) einen neuen Kontakt im Ausland zu knüpfen. Sie ist wohl die schlechteste Besetzung in der ganzen Serie. Allein ihre „mimimi“-Stimme macht mich irre. Das hält keiner aus. Komplett unrealistisch ihre ganze Rolle. Alle aufgebauten Spannungsbögen laufen letztendlich nach Schema F ab und birgen somit keine Überraschungen. Ich mag die Serie einfach nicht. Zäh wie Leder!

Note: 4.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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