GYPSY ROSE - SAME


Label:ESCAPE
Jahr:2005
Running Time:42:46
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Eine Band mit Seltenheitswert! Gypsy Rose bringen nach vierundzwanzig Jahren harten Existenzkampfes ihr erstes, selbstbetiteltes Album auf den Markt. Die Schweden sind, bis auf Drummer Imre Daun (Don Patrol), in Original-Besetzung, da der alte Kesselflicker seit 1991 nicht mehr gespielt hat. Die zerfahrene Bandgeschichte an dieser Stelle aufzuführen ist zu müßig, darum gleich zum Wesentlichen. Gypsy Rose reiten die Melodic-Rock und AOR-Schiene und scheinen als großes Vorbild Bonfire ins Auge gefasst zu haben. Eigentlich machen die fünf Recken ihre Sache gar nicht so schlecht, nur mit den Vocals von Hakan Gustafsson hapert es ein wenig. Zudem klingt er zu uneigenständig. Zu der Claus Lessmann Stimme (Bonfire) in den flotten Stücken gesellt sich bei den Balladen ein Klaus Meine (Scorpions) Imitator dazu. Ist schon witzig, wie viele AOR-Bands mitlerweile den alten deutschen Bands nacheifern anstatt den berühmten Ami-Konkurrenten. Hakans Stimme lässt ebenfalls einen gewissen Ideenreichtum missen, und die zwölf Tracks verebben zumindest bis zur Hälfte im Sand des Überflusses. Als Beispiel „You Are The One“: gänzlich ohne Höhen und Tiefen. Für vierundzwanzig Jahre ist die Klasse der Songs ein bisschen mau. Nur sechs überzeugende Kracher, wie „Queen Of The Night“ oder „When You Leave At Night“, reichen heutzutage nicht aus. Trotzdem sollte die angesprochene Klientel mal reinhören.

Note: 5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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