EDGUY - MONUMENTS


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2017
Running Time:150:13
Kategorie: Compilation
 
zurück  |  vor

Zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum haben sich Edguy etwas ganz Besonderes einfallen lassen, nämlich eine Doppel-CD mit achtundzwanzig Songs beziehungsweise. zweieinhalb Stunden Spielzeit. Das macht Sinn, haben die deutschen Power Metaller doch schon elf reguläre Alben rausgehauen. Bis auf die ersten beiden Werke wurden sogar alle ihre Epen berücksichtigt, was aufgrund von Labelwechseln und der Rechte an den Songs leider nicht immer möglich ist. Da aber kaum jemand alle Edguy-Alben haben wird – die ersten beiden waren immer schon sehr schwierig aufzutreiben, das erste wurde jedoch 2000 noch einmal komplett aufgenommen – hat man nun also die Chance, sich einen groben Überblick zu verschaffen. Auf CD eins gibt es zunächst fünf brandneue, unveröffentlichte Songs: „Ravenblack“ mit groovigem Midtempo, ungewohnt tiefen Gitarren und einem etwas unpassenden, AOR-mäßigen Refrain, „Wrestle The Devil“ mit einem knackigen Riff und einer Strophe, die gesanglich an Saxon erinnert, das treibende „The Mountaineer“, das ebenfalls an Saxon erinnert, „Landmarks“, das mit Twinguitars beginnt und sich zu einem Doublebass-Kracher im Stil des „Vain Glory Opera“-Albums mausert und „The Mountaineer“, einer Hymne mit Doublebass unterlegt. Danach gibt es mal mehr und mal weniger vertraute Kost, je nachdem, wie sehr man Edguy in den letzten Jahren verfolgt hat. Insgesamt gibt es, auf zwei Silberlingen verteilt, mit „Key To My Fate“ nur einen Song der Neufaufnahme ersten Albums „The Savage Poetry“ (2000, ursprünglich 1995), „Vain Glory Opera“ und das hymnische „Out Of Control“, bei dem auch Hansi Kürsch von Blind Guardian ein paar Zeilen mitsingt, vom dritten Album „Vain Glory Opera“ (1998), „Babylon“ und „Land Of The Miracle“ von „Theater Of Salvation“ (1999), „Tears Of A Mandrake“ von „Mandrake“ (2001), gleich fünf Songs von meinem Lieblings-Edguy-Album „Hellfire Club“ (2004), vier Songs von „Rocket Ride“ (2006), „9-2-9“ und „Ministry Of Saints“ von „Tinnitus Sanctus“ (2008), „Open Sesame“ von „Age Of The Joker“ (2011), vier Songs von „Space Police – Defenders Of The Crown“ (2014) und dem letzten Song „Born In The Waste“, der zwar bislang unveröffentlicht war, aber älteren Datums zu sein scheint, da er noch etwas unbeholfen und altbacken (nicht aber schlecht!) klingt. Für das kitschige Keyboardsolo in der Mitte gibt es dann aber doch einen kleinen Rüffel. Egal! Diese Auswahl kann sich hören lassen, denn hier ist mit rockigen Riffs, schneller Doublebass und hymnischen Refrains wirklich alles vertreten, was Edguy immer ausgemacht hat. Neben der Doppel-CD gibt es noch eine DVD mit vierzehn Liveclips (unter anderem „Chalice Of Agony“ mit Ex-Angra-Frontmann André Matos als Gastsänger) sowie acht Videoclips, vermutlich alle, die sie bisher gemacht haben. Fans von Edguy und solche, die nur ein paar Songs kennen beziehungsweise zu faul oder zu arm sind, sich alle Alben in den Schrank zu stellen, ist dies hier der perfekte Einstieg aber zumindest die perfekte Ergänzung mit Vollbedienung! 

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


zurück zur Übersicht