U2 - THE JOSHUA TREE


Label:ISLAND
Jahr:2017/1987
Running Time:126:54
Kategorie: Non Metal
Re-Release
 
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Genau dreißig Jahre sind es her, dass U2 mit ihrem fünften und so weit ich weiß, erfolgreichsten Album „The Joshua Tree“, um die Ecke kamen und alle bislang nicht bekehrten Zuhörer der Chartwelt, um sich scharten. Das brachte natürlich Unmut bei den Hardcore-Fans aber der Run in die Liga der Weltstars war nicht mehr aufzuhalten und hält bis heute an. Als Anniversary Release bedient die Band ihre Anhänger nun mit einem Doppelwerk, bei mir als CD vorliegend. Verpackt im faltbaren Digipack, mitsamt einem dicken Booklet, das alle Lyrics enthält. Das Coverartwork ist zumindest farblich gewandelt und hat ein Bandfoto mit leicht veränderter Pose zum Original. Enthalten auf den zwei Silberlingen ist das eigentliche Album und als Bonusmaterial: „The Joshua Tree Live At Madison Square Garden – 28th September 1987“. Natürlich gibt es noch wesentlich spektakulärere Versionen zum Kaufen. Produziert haben damals Daniel Lanois und Brian Eno. Ganz zum Schluss bedurfte es noch der Hand von Steve Lillywhite, der ins Boot geholt wurde. Das hat gesessen.

Für mich und viele andere hat das Album gleich mehrere Superhits, die absolut unverzichtbar geworden sind. Der Opener „Where The Streets Have No Name“, hievte die Iren auf den Olymp. Aufpassen, Single und Albumversion sind unterschiedlich lang. Ich weiß gar nicht wie oft das Stück gecovert wurde. Die sich wiederholende Melodie ist einfach zu betörend. „I Still Haven´t Found What I´m Looking For“, wurde die zweite Single und hält das hohe Niveau. Es gibt Gospel-Momente und einen Text zum Niederknien. Für diesen Song wurde die Band des öfteren extra geadelt. „With Or Without You“, die erste Single des Albums gehört auch nach wie vor zu den am meisten nachgespielten Stücken der Formation. Bono zitiert The Righteous Brothers und die Walker Brothers als Inspiration. Ein Liebeslied par excellence. Ältere Pfade geht das Quartett mit dem düsteren und beängstigendem “Bullet The Blue Sky”. Beim balladeskeren „Running To Stand Still“, werde ich am Ende immer an die Harmonika von Bruce Springsteen erinnert. Diese Momente sind absolut gerechtfertigt. „Red Hill Mining Town“, ist vielleicht der erste Filler und mitunter ein Grund warum er nicht auf der Live-Version der zweiten CD wiederzufinden ist. Ebenso wenig wie „Trip Through Your Wire“, “One Tree Hill” (auf dem ein paar ähnliche Melodien und Läufe verwendet wurden, die auf dem Album schon anderorts platziert wurden) und „Mothers Of The Disappeared“. Wobei der letztere eher verhalten zum Rest des Albums klingt und der davor erwähnte Song, durchaus wieder auf einem Bruce Springsteen Album hätte platziert sein können.

Dafür kann „In God´s Country“ wieder vollauf punkten. Das war dann die vierte Single. Einen besseren Lauf kann man kaum haben. Gott sei Dank wollte die Band, beziehungsweise Bono, damals mehr Up-Tempo Nummern.  Mit „Exit“ etabliert sich der zweite Filler des Gesamtopus´. Dennoch „The Joshua Tree“, bleibt einer der besten Meilensteine der 80er-Jahre.

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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