ANDROMEDA ZOO - SAME


Label:7HARD
Jahr:2016
Running Time:33:03
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Andromeda Zoo sind Thomas Sraka (Vocals, Gitarre), Daniel Herbert (Bass), Frank Maier (Drums) und kommen aus Speyer in Rheinland-Pfalz. Gegründet im Dezember 2011 veröffentlichen sie nun ihrer ersten Longplayer, wobei "long" mit einer Spielzeit von knapp dreiunddreißig Minuten vielleicht etwas übertrieben ist. Geradliniger, erdiger und vor allen Dingen richtig melodischer Hardrock / Metalrock tönt da aus den Boxen und gleich der Opener "Starlike" geht so richtig gut in die Lauscher. Klasse Vocals, riffige Gitarren, toller Groove und ein super Refrain. Was will man mehr? Ein bisschen Whitesnake zum Start von "Sorrow's Reward" und dann groovig, erdig, etwas härter und immer wieder klasse Sechssaiter. Etwas dunkler, schwerer dann die Eröffnung bei "Blood From A Stone" und dann Groove zum Abwinken bei einem etwas aggressiveren Mikro. Stilistisch aber weiterhin richtig guter Heavyrock, der sich umgehend in der Bein- und Nackenmuskulatur bemerkbar macht. "Lady Pamir" kommt etwas epischer mit richtig druckvollen Gitarren daher und ist wahrscheinlich der beste Track des Albums. Thomas erinnert hier einerseits ganz derbe an Biff Byford von Saxon, knüpft aber mit seinem Sleaze auch an alle Größen in den 80ern an. Auch bei dem im Midtempo gehaltenen "Daughter Zion" variiert seine Stimme zwischen dem leicht schrägen, zeigt aber hier und da auch ein gewisse Rauigkeit. Eine klasse Melodie hält auch hier den Hörer durchgehend bei der Stange. Auch das flotter startende und wieder etwas dunklere "Nonumberland" ist ein guter Song, der en gros merklich metallischer daher kommt, aber im Konsens vor allen Dingen zeigt, dass sich die Jungs nicht auf eine Schiene festnageln lassen. Den Rausschmeißer gibt das basslastigere und stark im schweren Blues angelehnte "Heritage" mit richtig coolem Groove, starkem Chorus und höchstem Wiedererkennungswert. Klasse Scheibe bleibt da nur zu konstatieren. Abzüge in der Note gehen hier einzig zu Lasten der viel zu geringen Spieldauer. Ich denke, da dürfte nach fünf Jahren genügend Material vorhanden sein, um den Hörer auch länger einzunehmen.

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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