HOLLOW PEAK - OBSIDIAN CULT


Label:MASSACRE
Jahr:2025
Running Time:50:33
Kategorie: Neuerscheinung
 

Die Melodic Metal Band Hollow Peak stammt aus Hamar (Provinz Innlandet, Norwegen). Der Pressetext bezeichnet die Formation als Newcomer. Und doch konnten die Musiker bereits einen Plattenvertrag mit Massacre Records abschließen. Die ersten drei Singles und auch die EP „Endless“ erschienen im Jahr 2023 noch in Eigenregie. Das Debütalbum „Obsidian Cult“ soll eine deutliche Verbesserung zur EP zeigen. Produziert wurde das Werk von zwei Mitgliedern des Acts selbst, von Sängerin Ragnhild Westgaard und Schlagzeuger Marius Karlsen. Für das Mastering war Corey Bergeron zuständig. Den Einstieg in „From Ashes Rises A Crown“ dominieren zunächst harte und stark verzerrte Gitarren. Auch der Gesang von Frontröhre Ragnhild Westgaard klingt zeitweise verzerrt. Aber zumeist dominiert ihre klare, rockige Stimme. Dabei wird sie von Double Bass Attacken angetrieben. Gegen Ende leiten ruhige Klampfen Akkorde zu einem kurzen Axt-Solo über. „Euphoria“ ist etwas ruhiger. Ein sehr rhythmischer und zugleich melodischer Song, der von harten Riffs aber auch von ruhigen Six-String-Akkorden lebt. Die Vocals bewegen sich zum Teil auch in höheren Tonlagen. Bei „Labyrinth“ wummern die Bretter wieder mehr, teilweise sind schräge Akkorde zu hören. Diese werden aber nicht übermäßig eingesetzt. Schlagzeuger Marius Karlsen treibt seine Mitstreiter wieder an. Auch das Twin-Gitarren-Solo ist erneut ein Muss. Was ist das?

„Unseen“ ist ein äußerst melodischer Track, der (fast) ohne harte Riffs und antreibendes Drum-Kit auskommt. Das gibt Ragnhild viel Raum, sich auch von ihrer besinnlichen und verführerischen Seite zu zeigen. Auch „Ray Of Light“ ist eher von der ruhigen Sorte. Dem passen sich auch die härteren Gitarren-Riffs an. Auf metallische Härte muss man aber trotzdem nicht verzichten, vor allem im schnelleren Mittelteil. Harte Gitarren-Riffs und pumpender Bass bestimmen dann „Liberation“. Hinter dem Beitrag-Titel „Attack“ verbirgt sich kein aggressiver attackierender Sound. Die Riffs knallen zwar, aber zumeist mit einem relativ ruhigen Rhythmus. Kurz vor Schluss folgt der Titel-Song „Obsidian Cult“, der von einer starken Gitarren-Melodie eingeleitet wird. Bevor harte Midtempo-Riffs die Führung übernehmen. Mit „Celest“ folgt eine wunderschön besinnliche (Power-) Ballade. Zu klaren Axt-Akkorden kann die Sängerin ihre Zuhörer erneut betören.

Der Rausschmeißer „Town“ ist ein im Midtempo-Bereich angesiedelte Metal / Hard Rock Nummer. Hier stehen ein letztes Mal schöne Melodien im Vordergrund, obwohl immer wieder die Double Bass den Rhythmus bestimmt. Auf „Obsidian Cult“ kann man schnörkellosen melodischen Heavy Metal hören. Vor allem die ausdrucksstarke Stimme von Ragnhild Westgaard prägt die einzelnen Tunes. Und die Rhythmus-Abteilung sorgt für so einige Härtegrade. Hollow Peak beherrschen aber auch die leisen Töne. Das Schlagzeugspiel mag zuweilen unspektakulär klingen, aber Marius Karlsen findet stets den richtigen Rhythmus für die einzelnen Songs. Ein gelungenes Debüt der Norweger.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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