CADAVER - HALLUCINATIVE ANXIETY

| Label: | LISTENABLE |
| Jahr: | 2025/1990 |
| Running Time: | 43:57 |
| Kategorie: |
Re-Release |
Manchmal erübrigen sich Classic Reviews, nämlich immer dann, wenn mal wieder eine Neuveröffentlichung ansteht. So wie im Fall Cadaver. Die wohl älteste Death Metal-Band Norwegens hat ihr 1990 erschienenes Debütalbum „Hallucinative Anxiety“ nochmal neu geremixt und mit neuem Artwork versehen (also ohne die ekligen Maden). Auch die Tracklist ist leicht verändert. Aber keine Sorge: Das Album klingt immer noch dreckig genug, um den alten Maniacs zu gefallen. Es gibt ruppigen Death Metal der alten Schule mit leichtem Grindcore-Einschlag auf die Mütze, der blasphemisch und düster daherkommt und alles andere als massentauglich ist. Die Gitarrenriffs sind zwar relativ komplex, das Schlagzeug groovt aber eher als dass nur wild rumgeblastet wird. Ein bisschen erinnern sie an viele ihrer Landsleute zu der Zeit.
Old Funeral (pre-Burzum, pre-Immortal, pre-Hades), Amputation (pre-Immortal), Mortem (pre-Arcturus) und Molested (pre-Borknagar), aber auch ganz alte Carcass, Necrony oder Regurgitate kommen mir als passende Vergleiche in den Sinn. Vom Spielfluss her könnte der Release glatt live eingespielt worden sein. Hier pulsiert förmlich alles. Zwar ist das Zusammenspiel nicht immer flüssig und die Produktion immer noch recht brummig, aber nur so bleibt der Spirit auch erhalten. Die norwegischen Black Metal-Bands haben sich immer von den großen Death Metal-Bands aus Amerika und Schweden distanziert. Und das hört man auch hier, selbst wenn Cadaver – im Gegensatz zu den anderen oben erwähnten Bands – nie zum Black Metal übergewechselt sind. Ein Underground Death Metal-Klassiker, den man in der Sammlung haben sollte!
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































