BEYOND THE BLACK - BREAK THE SILENCE


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2026
Running Time:39:00
Kategorie: Neuerscheinung
 

Mit ihrem sechsten Studioalbum „Break The Silence" zementieren Beyond The Black ihren Status als Speerspitze des modernen Symphonic Metal. Während die Band früher oft als „perfekt gestyltes Produkt“ kritisiert wurde, liefert sie hier ihr bisher persönlichstes und experimentellstes Werk ab. "Break The Silence“ ist als Konzeptalbum angelegt, das sich thematisch um Kommunikation, Isolation und das Überwinden von Stille dreht. Musikalisch spiegelt sich das in einer enormen Bandbreite wider: von orchestralen Bombast bis hin zu überraschend reduzierten Momenten. „Rising High“: Der Opener macht keine Gefangenen. Ein klassischer Beyond The-Black Hymnus mit treibenden Riffs, der sofort klarstellt, dass die Formation ihre Power nicht verloren hat. „The Art Of Being Alone“ (feat. Chris Harms): Diese Kollaboration mit dem Lord Of The Lost-Frontmann ist ein echtes Highlight. Der Song flirtet mit Gothic-Elementen und lebt vom Kontrast zwischen Habens klarer Stimme und Harms'  tiefer Bariton-Präsenz.

„Let There Be Rain“: Hier wird es episch. Unter Mitwirkung von The Mystery of the Bulgarian Voices entstehen Gänsehaut-Chöre, die dem Symphonic Metal eine fast schon spirituelle, ethnische Note verleihen. „Can You Hear Me“ (feat. Asami): Zusammen mit der Sängerin von Lovebites liefert die Truppe eine hochenergetische Nummer ab, die deutlich zeigt, wie gut Jennifer Haben international vernetzt ist.​„Weltschmerz“: Der emotionale Schlusspunkt. Erstmals singt Frau Haben auf einem regulären Studioalbum einen Beitrag komplett auf Deutsch – eine melancholische Ballade, die zeigt, wie sehr der Act gereift ist. ​

Die Produktion ist gewohnt fett, wirkt aber im Vergleich zum selbstbetitelten Vorgänger von 2023 etwas luftiger. Es gibt mehr Raum für Details wie Streicher, Percussions und elektronische Einsprengsel (wie in „The Flood“), ohne dass der Metal-Kern verwässert wird. Beyond The Black haben den Mut gefunden, aus der starren Genre-Formel auszubrechen. „Break The Silence“ ist kein reines „Malen nach Zahlen“-Album für das Radio, sondern ein Werk, das durch seine Tiefgründigkeit und die starken Gastbeiträge überzeugt. Beyond The Black haben nicht nur die Stille durchbrochen, sondern ihre eigene, unverwechselbare Stimme gefunden.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Stephan Georg


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