OSSUARY - ABHORRENT WORSHIP


Label:DARKNESS SHALL RISE / ME SACO UN OJO
Jahr:2025
Running Time:37:15
Kategorie: Neuerscheinung
 

Immer dieses nervige rumgoogeln! Es gibt gefühlt tausend Bands, die Ossuary heißen. The Ossuary gibt es auch noch. Um welche Formation handelt es sich denn nun? Ker do! Nach langem Recherchieren finde ich heraus, dass es hier um die Combo aus Wisconsin geht, die sich 2015 gegründet hat und Death Metal spielt. Es ist ihr erstes Album und enthält insgesamt zwar nur sechs Songs, kommt damit aber fast auf vierzig Minuten Spielzeit. Alle Stücke sind zwischen fünf und acht Minuten lang. Schleppend und düster geht es los, allerdings trotzdem mit dämonischem Gesang, der absichtlich mit übertrieben viel Hall unterlegt ist. Die Produktion klingt etwas matschig, verleiht der Mucke dadurch aber ganz viel Düsternis. So richtig raushören lassen sich die Gitarrenanschläge nicht. Das Tempo bleibt leider über die gesamte Albumlänge träge.

Der ein oder andere Wutausbruch in Form von Taktwechseln und Geballer hätte dem Release schon gut getan. Aber Ossuary wollen der großen Masse auch gar nicht gefallen und scheißen auf alle Nörgler. Musik und Produktion sind bewusst minimalistisch ausgelegt. Der Hörer wird von der finsteren Monotonie eingelullt. Hier entsteht eine Klangcollage, die wahrhaft bedrückend rüberkommt. Man hat fast den Eindruck, dass da Funeral Doom läuft. Das ist schon harter Tobak, der einem hier vorgesetzt wird. Dennoch funktioniert dieser apokalyptische Soundtrack durchaus, wenn man in der richtigen Stimmung ist. Wer auf Mortiferum, Cerebral Rot, Funebrarum oder Incantation steht, dem werden Ossuary sicherlich gefallen; vorausgesetzt, man kann auf dumpfe, unpolierte Produktionen und dauerhafte Trägheit! 

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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