PRIME CREATION - SOULS OF THE FALLEN

| Label: | ROAR |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 36.27 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Die schwedische Power Metal Band Prime Creation wurde Anfang 2015 von erfahrenen Musikern gegründet – entstanden aus der Asche von Morifade. Dies war ebenfalls eine schwedische Power Metal Formation, die zwischen 1992 und 2015 aktiv war. Seit 2015 gab es lediglich einen Besetzungswechsel, Rhythmus-Gitarrist Mathias Kamijo wurde im Jahr 2017 durch Rami Tainamo ersetzt. Eine beeindruckende Stabilität. Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 2016, gefolgt von „Tears Of Rage“ (2019) und „Tell Freedom I Said Hello“ (2023). Im Juni wird nun der vierte Release „Souls Of The Fallen“ veröffentlicht. Mit etwas nervigen Synthesizer-Stakkatos startet „Galactic Rebirth“. Aber es wird hart und roh, sowohl musikalisch als auch gesanglich. Die harten Riffs und das druckvolle Schlagzeug übertönen die Keyboards. Ein gelungener Auftakt.
Auf „Ghosts“ nehmen die Schweden den Bleifuß kaum vom Gaspedal. Esa Englund singt teilweise noch etwas derber. Aber bei aller Härte kommen die Melodien nicht zu kurz, wie beim Refrain bewiesen wird. Bei „Blood Harvest“ wird losgebolzt, mit einer kräftigen Speed-/Thrash-Ausrichtung. Dennoch wird hier durch die Gesangsmelodien beim Refrain das Ganze etwas aufgelockert. Selbst wenn es trotzt des fast gleichmäßig hohen Tempos bei den ersten drei Songs nicht langweilig wurde, folgt mit der Titelnummer „Souls Of The Fallen“ eine andere Klangfarbe. Häufig erschallt der Beitrag ruhig, rhythmisch und hymnisch, auch wenn die Double Bass zeitweise antreibt. Das bandbetitelte „Prime Creation“ ist eine wunderschöne akustisch startende Power-Ballade. Später dröhnen Riffs, die aber bei Esas kratzigem Gesang zurückgenommen werden. Keyboard-Teppiche sorgen für jede Menge Epik.
Mit „Lost Legacy“ schließt sich Kreis zu den harten Tunes zu Beginn. Auf einem Power Metal Werk darf natürlich eine epische Hymne nicht fehlen. Und diese kann man mit „Legends Never Die“ kurz vor Schluss hören. Der Rausschmeißer „Ashes Of Trust“ ist dann noch mal ein harter, teilweise schneller Kracher, der vom Schlagzeugspiel, und insbesondere der Double Bass angetrieben wird. „Souls of the Fallen“ ist ein hörenswertes abwechslungsreiches Power Metal Opus. Auf dem Cover kann man die Qual der gefallenen Seelen sehr gut erkennen. Musikalisch ist aber auf keinen Fall eine Quälerei. Man kann die Songs immer und immer wieder mit großem Genuss anhören. Es zeigt sich, dass Prime Creation eine eingespielte Truppe mit sehr guten Musikern ist.
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































