FROSTSHOCK - HIBERNATIONS END


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2025
Running Time:45:41
Kategorie: Eigenproduktion
 

Frostshock aus Haltern am See waren, als ich sie das erste Mal hörte, noch ein absoluter Geheimtipp. Als ich 2023 von El Cheffe die CD nach Hause geschickt bekam, um sie bei lauschigem Kaminfeuer zu goutieren, wusste ich noch nicht, dass mir alsbald das Schnappmesser in der Tarnhose aufgehen würde. Was die Jungs mit dem Erstling „Frostshock“ an waffenfähigen Riffs aufgefahren hatten, war sowohl extrem räudig als auch melodisch und druckvoll. Der Alte Sack war quasi (Frost)Schock verliebt. Umso mehr habe ich mich auf die neue Schlachtplatte der Henker aus Haltern gefreut. Jetzt sitze ich hier, im wohlverdienten Feierabend, und lasse mir erneut von prachtvollen Riffgewittern den Frontallappen verwüsten. „Hibernation´s End“ ist gefühlt eine ganze Ecke härter und schneller als der verheerende Vorgänger aber die Jungs spielen trotzdem komplex und melodisch auf und Flemming Wehren, der Schreihals der Truppe, holt sogar noch mehr aus sich raus als bei dem exzellenten Erstlingswerk.

Klar, wer die Band in den letzten Jahren zum Beispiel als Opener für Kerry King oder in der Münsteraner Baracke oder bei Rare Guitar gesehen hat, der weiß wie stark der Mann stimmlich ist und wie extrem er sich sogar verbessert hat. Was Flemming und Mathias Michalczak Riff-technisch fabrizieren, soll hier nicht unerwähnt bleiben und auch die Rhythmus Fraktion leistet Beachtliches. Bei den ersten Durchgängen verbleiben „Web Of Lies“ und „The Swarm“ noch am hartnäckigsten in den bereits vereisten Gehörgängen. Beide Tracks sind sehr eingängig und bestechen durch hochmelodisches Songwriting und Riffs, die ihre eisigen Klauen direkt in deine Seele schlagen. Insgesamt empfinde ich „Hibernation's End“ eher als typischen „Grower“ also einen Release, der sich einem erst nach mehrmaligem Hören komplett erschließt. Gott sei Dank sind die Singles aber so stark, dass es einem nicht schwerfallen wird, sich das Eisen mehrfach auf die Ohren zu legen.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter


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