CRIMSON DAY - DARK DIMENSION


Label:WORMHOLEDEATH
Jahr:2026
Running Time:45:14
Kategorie: Neuerscheinung
 

Es ist das vierte Album der Band. Hinzu kommen die selbstbetitelte EP aus dem Gründungsjahr und eine Unmenge von Singles. Eine einschneidende Änderung gab es im Jahr 2020. Da übernahm mit Milka Uusitalo eine Frau den Platz am Mikrofon von Valtteri Heiskanen. Die neue Sängerin wurden den Fans mit zwei neuen Singles sowie dazugehörenden Videos vorgestellt (”Raising The Fury” und ”Black As The Heavens Above”). „War Machine“ startet mit einer flotten, mit Schlagzeug unterlegenen Gitarrenmelodie, bei der allmählich die Lautstärke erhöht wird. Dann erschallt ein Riffgewitter und Fronterin Milka Uusitalo haut einen ersten hohen Metal-Scream raus. Der Gesang hat einen kräftigen, kratzigen Einschlag. Das passt hervorragend zum harten Sound. Ein leicht disharmonisches Gitarrensolo krönt den Song. So wie es begann, endete es auch mit einem hohen Scream. Eine kräftige Basslinie eröffnet „False Prophet“. Was folgt, ist eine druckvolle Metal-Hymne. Die Vocals sind über weite Strecken eigentlich weniger kratzig. Auch die Klampfen-Soli kommen nicht zu kurz. Axtschwinger Janne Rantanen steuert einige harsche Gesänge bei.

Bei „The Outsider“ treibt Drummer Janne Ollikainen seine Mitstreiter an. Milka packt wieder ihre Reibeisen-Stimme aus, wechselt aber oft in den Klargesang über. „Dark Dimension“ ist ein Hochgeschwindigkeitskracher. Somit werden auch die Riffs schnell gespielt. Milka hat keine Probleme, dieses Tempo mitzugehen. Später drängt sich Bassist Jesse Kämäräinen. Dazu kommen böse Screams, die sowohl von Milka Uusitalo als auch von Janne Rantanen kommen. Ein Scream-Duett gewissermaßen. Mit „Song Of Fire“ folgt die nächste Metal-Hymne. Mit „Black Wolves‘ Night“ wird erneut in den Hochgeschwindigkeits-Modus gewechselt. Das Drumkit treibt voran, teilweise mit Double Başs Attacken, und die Six-Strings galoppieren. Dazu kommt ein Wahnsinns Sechs-Saiten-Solo und Milka hat hohe Screams raus. Nach so viel schier ungebändigte Energie braucht es eine Verschnaufpause. Und diese folgt mit der Power-Ballade „Give Me The Pain“. Die Shouterin zeigt sich zeitweise von ihrer besinnlichen Seite. Keyboardklänge und harsch gesprochene Worte leiten „Hexed“ ein. Trotz intensiven Reibeisen-Vocals ist dies ein eingängiger hymnischer Metal Track. Erneut ist ein kurzes Bass-Solo zu hören, bevor Milka Uusitalo wieder einige fiese Screams zum Besten gibt.

Bei „The Valleys Of Oblivion“ klingen die Gitarren und der Gesang teilweise etwas hektisch, während der Refrain sehr harmonisch wirkt. Den Abschluss bildet die epische Metal-Hymne „The Winter Is Here To Stay“. Mit „Dark Dimension“ haben Crimson Day ein echtes Heavy Metal Meisterwerk abgeliefert. Sängerin Milka Uusitalo ist ein wahrer Glücksgriff. Ihre stimmliche Bandbreite ist beeindruckend, von hohen und fiesen Screams über kratzigen Reibeisen-Gesang bis hin zum verführerischen Klargesang beherrscht sie einfach alles. Von ihren Bandkollegen an den Instrumenten wird sie zu gesanglichen Höchstleistungen angespornt. Der Sound klingt kraftvoll und frisch.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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