DEVICIOUS - NEVER SAY NEVER


Label:PRIDE & JOY
Jahr:2018
Running Time:45:53
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ich will DeVicious nicht als Pseudo-Allstar-Band deklarieren aber so ein bißchen schiebt man sich selbst in diese Ecke. Klar, Unbekannte sind die Teilnehmer und langjährigen Freunde nicht. Spielten sich doch unter anderem in der Andi Deris Band, Zar, Umbra Et Imago und Chryztyne. Aber die herben Vergleiche mit Van Halen, Scorpions , Europe, Def Leppard und Journey, können die Jungs sich gleich von der Backe putzen. Alex Frey am Bass, Sänger Zoran Sandorov (Mister Sanders), Gitarrist Radivoj Petrovic, Gisbert Royder (Rhythmus-Gitarrist und Keyboarder Denis Kunz, sowie Drummer Lars Nippa liegen zwar im melodischen Rock-Sektor und sind komplett von den 80er-Jahren infiltriert, senden aber weder neue Signale, noch reicht es für eine Portion Innovation. Ihre Hits werden den Gläubigern der Szene schmeicheln und dennoch kann ich mir Begeisterungsstürme kaum vorstellen. Zumindest hat man es geschafft die Tour mit Hardline unter die Fittiche zu bringen. Klar man landet Treffer wie „Penthouse Floor“ und „Calling Angels“ aber daneben stehen Filler wie „One Track Mind“ und billiger Keyboardkäse wie das triste „Lullaby“. Ich habe das Gefühl, das die Band es sich etwas zu einfach machen wollte und Refrains mit simplen Glibber überschüttete. So zum Beispiel die zuckersüße Reißbrett-Ballade „A Night To Remember“. Tja und oftmals sind es die tausendmal benutzten „easy“-Lyrics mit den Standardfloskeln, die mich zum Schmunzeln bringen. In der 90er-Jahren hätte es sicherlich im Rahmen eines Rock Hard Reviews ganze zwei Punkte gegeben. Heuer sieht es bei mir etwas netter aus aber mit beiden Augen zu. Aber rattenscharfes Artwork, dass muss man der Band lassen.

Note: 5.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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