EUROPE - WALK THE EARTH


Label:HELL & BACK RECORDINGS
Jahr:2017
Running Time:40:59
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Zwei Jahre nach “War Of Kings”, geht die schwedische Band Europe, ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter, obschon sie heuer etwas düsterer und melancholischer in Erscheinung treten. Selbst die Ballade „Pictures“, hat einen kräftigen 70er-Jahre David Bowie-Touch, mit schweren Untertönen. Tja und die 70er-Jahre wurden auf dem letzten Opus ebenfalls gut ausgeschlachtet. Da wirkt das moderne Cover, mit dem Artwork von dem bekannten L.A. Künstler Mike Sportes von Filth Mart, leicht irreführend. Insgesamt zehn packende Tracks sind es geworden, wobei beim Outtake „Turn To Dust“, etwas ausgeharrt werden muss, um einen Hidden-Part zu erlauschen. Für mich eher sinnlos aber die Fans lieben so etwas ja. In dem fetten Booklet lassen sich die interessanten Lyrics nachlesen. Übrigens haben die Jungs ihre Melodic-Wurzeln der 80er-Jahre nicht ganz ad acta gelegt, wie der Refrain auf „Election Day“ klarstellt. Zum Titeltrack und Opener gibt es einen Video-Clip, der auf den üblichen Kanälen läuft. Der ist anfänglich jedoch recht gewöhnungsbedürftig ist. Ja, dass Album wirkt für mich etwas sperrig und dunkler als der Vorgänger. Einen Filler, mit einer Portion Eigenkopie ist auch vorhanden: „GTO“. Da setzt man sich nur mit dem Gitarrensolo positiv ab. Dave Cobb (Rival Sons, Shooter Jennings), der bereits den Vorgänger soundveredelt hat, saß auch heuer wieder an den Reglern und gab dem Silberling ein druckvolles Korsett. Und wie soll man nun den Grundtenor der Recordings beschreiben? Irgendwie bringen Europe mit „Walk The Earth“, ein noisiges, Grunge-angehauchtes 70er-Jahre Werk, mit melodischen 80er-Jahre Nuancen und satten Retro-Bumms, in die Neuzeit. Puuh…das war ein Satz. Sänger Joey Tempest ist kräftig dabei aber ich habe seine Stimme immer noch mit den alten Hits in der Hirnschale und das wird sich nie ändern. Heute ist Europe einfach eine etwas andere Band. Das muss man akzeptieren.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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