NINJA - INTO THE FIRE


Label:PURE STEEL
Jahr:2016/2014
Running Time:50:37
Kategorie: Re-Release
 
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Manchmal muss man sich echt wundern, welche alten Recken auch heute noch aktiv sind! Ninja aus Wuppertal sind auch so ein Fall. Bereits von 1986 bis 1992 waren sie aktiv und veröffentlichten in dieser Zeit zwei Alben, das erste nur auf Vinyl (erscheint im April 2016 jedoch als erstmals auf CD über Karthago Records) und das zweite nur auf CD. Beide sind seit einer halben Ewigkeit vergriffen. 1997 gab es ein kurzlebiges Comeback. Das damals aufgenommene dritte Album “Valley Of Wolves” blieb unveröffentlicht, ist erst kürzlich als Download von der Band hochgeladen worden. 2014 sind sie mit ihrem Comeback-Album "Into The Fire" plötzlich aus dem Nichts wieder aufgetaucht, dessen Erstauflage noch in Eigenregie erschien und nun von Pure Steel auch für eine größere Masse zugänglich gemacht wurde. Das zweite und das dritte Album sollen wohl auch noch nachgelegt werden, so dass man alle vier Ninja-Alben endlich normal bekommen kann. Von früher sind nur noch Sänger Holger vom Scheidt und Gitarrist Ulrich Siefen mit an Bord. Neue Verstärkung gibt es von Ex-Stahlträger-Bassist Michael Posthaus sowie dem Universe-Duo Carsten Sperl an der Gitarre und Hans Heringer am Schlagzeug. Der atmosphärische Opener “Frozen Time” lässt zwar für einen Opener den nötigen Druck etwas vermissen, auch wenn der an Saxon erinnernde Gesang durchaus zu überzeugen weiß. Aber man steigert sich. Der beste Song folgt direkt im Anschluss und wird seinem Titel voll gerecht: “Thunder” erinnert mit seiner Doublebass und dem starken Gesang schwer an Judas Priest und überzeugt auf ganzer Linie. Danach dümpeln Ninja noch ein bisschen im Midtempo, beweisen aber immer ein gutes Gespür für einprägsame Melodien und atmosphärische Dichte. Danach geben sie dann nochmal Gas. Allen voran das stampfende “Masterpiece”, das rockige, an AC/DC erinnernden”Blood Of My Blood” und die beiden Accept-mäßigen Stampfer “Coward” und “Sledgehammer” treten gehörig Arsch! Wer glaubt, dass der Titeltrack am Ende das rockende Grande Finale ist, sieht sich getäuscht, denn “Into The Fire” ist eine Ballade, die den Hörer zum Schluss wieder runter kommen lässt. Ninja sind nicht immer vorhersehbar, aber genau das macht die Sache interessant. Denn einen Abklatsch von 1986 hätte ihnen heute nach so lange Pause wohl auch keiner mehr abgenommen...

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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