UNIVERSE - MISSION ROCK


Label:AVENUE OF ALLIES
Jahr:2015
Running Time:52:33
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Meine Güte, dauert das immer lange, bis eine Universe-Scheibe fertig wird! 1985 aus der Asche von Axe Victims entstanden, erschien 1992 ihr Debüt „Bad Child“. Das zweite Album „Is There Something?“ erschien dann erst 2003. Und nun steht endlich der Release ihres erst dritten Albums „Mission Rock“ an. Enthalten sind zwölf Stücke, die schön relaxt aus dem Ärmel geschüttelt daherkommen, frisch und spontan klingen und zeitlos sind! Moderne Klänge gibt es hier mitnichten. Retro, wie bei vielen Jungspunden im Moment, gibt es hier aber auch nicht! Man hört den Musikern die jahrelange Erfahrung an. Hier sind alte Hasen am Werk, die ihr Handwerk verstehen. Von der alten Band Axe Victims ist heute nur noch Bassist Holger George mit dabei. Aber musikalisch hat man mit selbigen auch nichts mehr gemein. Hier gibt es schnörkellosen, eingängigen Hardrock mit toller Melodieführung und hymnischen Gesangslinien, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzen. Die Mucke bewegt sich irgendwo zwischen Pretty Maids, Def Leppard, Gotthard, T.N.T. und vielleicht auch ein bisschen Bonfire, ohne all diese Bands jedoch zu kopieren. Vielmehr soll damit gesagt sein, dass Fans der oben genannten Bands blind zuschlagen dürfen, falls sie Universe noch nicht kennen sollten. Knackige Rocker wie der Opener „Gravy Train“, der Mega-Ohrwurm „Up To The Sky“, der mit tollem Mitgröl-Refrain versehene Titeltrack, das knackig-rockige „Lies“, das groovige „Brain Collector“, das hymnische und stark an das Debüt „Bad Child“ erinnernde „Welcome The Night“, das stark an „Big Guns“ von Skid Row erinnernde „Criminal“, die schöne Akustikballade „Broken Wings“ oder der epische, siebenminütige Abschlusstrack „Tomorrow“ können so einiges, aber „Mission Rock“ funktioniert ohne einen einzigen Ausfall und überzeugt auf ganzer Linie! Auch das Cover, auf dem eine Gitarre zu sehen ist, die durch den Weltraum fliegt (könnte glatt auch von einem Ace Frehley-Soloalbum stammen!), gefällt optisch. Wollen wir mal hoffen, dass nicht wieder elf Jahre bis zum nächsten Album vergehen werden!  

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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