ANCKORA - EXTREME


Label:IROND
Jahr:2014
Running Time:22:28
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Die russischen Anckora sind in der Hauptstadt beheimatet, wurden 2006 gegründet und formieren in klassischer Besetzung, sprich Gitarre, Bass, Drums, Keyboards und Vocals, wobei hier namentlich nur die Sängerin / Shouterin mit Namen Katrin Antares erwähnt sein soll. Das Quintett debütierte 2011 mit "Machine" und schob 2013 "Othroy Mne Dver" hinterher, wobei selbige Titel nur mit einigen Recherchen vom Kyrillischen in uns bekannte Worte / Buchstabenübersetzt werden konnten. Man verzeihe mir an dieser Stelle auch aus gleichem Grunde eine Auflistung der einzelnen Titel der sieben Track enthaltenen EP von 2014. Nach zugänglichen Rechercheergebnissen werden die Russen dem Gothic Metal / Symphonic Metal zugeordnet, wobei mir nach dem Hören der vorliegenden Rille jegliches Verständnis für eine entsprechende Einstufung fehlt. Der Opener setzt mit hoch technisierten Synthieklängen a la Kaftwerk ein und was dann kommt, ist Cyber / Industrial pur mit so merklichen Anlehnungen an Rammstein, Oomph, Megaherz, wie nur was. Katrin klingt dabei wie eine völlig durchgeknallte Nina Hagen, die sich die Seele aus dem Leibe kreischt / shoutet oder sind das schon screamige Growls? Auch die harsche, russische Sprache, in der übrigens alle Tracks gesungen werden, tut ein Übriges, um jegliche Eingängigkeit bei den härteren Nummern vermissen zu lassen. Der zweite Song setzt mit derben, schwarzmetallischen Gitarren ein. Mit den eingestreuten, männlichen Growls komme ich noch einigermaßen klar; mit dem Gesang im Techno- oder schon Rapstil nicht mehr. Beim dritten Track die gleiche Leier. Hoch stilisierte Synthis, dunkle Gitarren, ein futuristisches Gesäusel im Hintergrund und eine durchgängige Rythmusfraktion im Rammstein-Style. Im Mittelteil der EP folgt eine etwas ruhigere, ja balladeske Nummer, wo das Russische ausnahmsweise sehr gefällig rüber kommt. Auch bei der nachfolgenden Nummer, die mit synthetischen Drums einsetzt, überzeugt Katrin zunächst mit ihren hier normal vorgetragenen Vocals, ehe dann wieder die katzengleichen Screams / Shouts die Überhand gewinnen.

Fazit: Synthesizer, Gitarren und der Industrial-Style wissen durchaus zu überzeugen, wenn auch Sound und Produktion teils sehr dreckig rüberkommen. Mit den raubtiergleichen Sreams / Shouts der female Fronterin kann ich gar nichts anfangen und noch weniger mit den stilistischen Eskapaden in Techno- oder gar Rap-Bereiche.

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


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