QUEEN - LIVE AT THE RAINBOW 74


Label:VIRGIN
Jahr:2014
Running Time:79:30
Kategorie: Liverecording
 
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Queen "Live At The Rainbow ´74" ist eine bisher unveröffentlichte Aufnahme des Konzertes im Rainbow Theatre in London anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums dieses legendären Auftritts. Die mir vorliegende CD umfasst die vierundzwanzig gespielten Songs vom 19. November 1974, erhältlich sind aber auch noch weitere Versionen, u.a. als Doppel-CD mit einem Konzert gleicher Setlist vom März selbigen Jahres, als Blue-Ray oder als Vinyl. Queen präsentieren sich hier wie man sie aus ihrer Frühphase kennt: ihr typischer 70er Jahre Hardrock war noch nicht späterem Bombast und Pop gewichen. Der Auftritt bietet eine gute Mischung aus den Album „Queen“, „Queen 2“ und dem aktuellen Album „Sheer Heart Attack“, sowie einigen bekannten Coverversionen wie „Jailhouse Rock“, in denen Queen ihren eigenen musikalischen Wurzeln huldigen.
Eröffnet wird nach dem Intro „Procession“, das auch auf dem „Live At Wembley ´86“ zu hörende, damals aktuelle Single „Now I´m Here“, worauf sich zunächst einmal eher unbekanntere Rocker anschließen, bei denen natürlich Brian Mays legendäre Gitarre im Vordergrund steht, bevor mit „Killer Queen“ eine erste Hitsingle folgt. Das Konzert ist immer wieder durchsetzt mit Soli und Reprises, die sich aber perfekt einfügen. Im letzten Drittel kommen dann die richtigen Hardrock-Klassiker der Queen Ära. „Seven Seas Of Rhye“ startet diesen Reign, gefolgt von „Stone Cold Crazy“, das Metallica nicht gecovert, sondern auch schon gemeinsam mit Queen (ohne Freddie) performt haben. Danach kommt das geniale „Liar“, welches in den US als Single erschien. Gerade bei den letztgenannten Songs zeigen sich Queen von ihrer brillanten Hardrockseite, die unzählige Metalbands beeinflusste. Protospeedmetalmäßig wird es dann zum Ende mit „Modern Times Rock´n´Roll“, bevor das instrumentale „God Save The Queen“ das traditionelle Ende eines Queen Konzertes einläutet. "Live At The Rainbow" ist für jeden Queen- und Hardrockfan ein Muss. Einziger Kritikpunkt ist das zu leise abgemischte Publikum, das selbst bei Singalong-Parts kaum zu hören ist. Und nicht vergessen: … and nobody played synthesizer!

Note: Keine Wertung
Autor: Martin Hil


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