FÖRDÄRV - BETWEEN THE ETERNITIES


Label:NIGREDO
Jahr:2014
Running Time:40:46
Kategorie: Neuerscheinung
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Fördärv ist eine schwedische Black Metal-Band, die sich 2012 gründete und ein Jahr später die EP “The Echo Of Emptiness” veröffentlichte, die fünf Songs enthielt, welche hier auf dem Debüt alle nicht vertreten sind. Anno 2014 gibt es sechs brandneue Stücke auf die Lauscher. Schweden war immer schon für den musikalischeren Black Metal bekannt. Bands wie der ersten Black Metal-Welle wie Bathory oder Bands der zweiten Welle wie Arckanum, Mörk Gryning, Dawn oder Dissection haben bewiesen, dass auch Epik, Dramatik, Melodien und Akustikgitarren Black Metal stimmungsvoll machen können, ohne an Boshaftigkeit einzubüßen. Und auch Fördärv (was so viel heißt wie “Ruin”) reihen sich hier nahtlos ein, und sind mit allen oben erwähnten Bands auch gut vergleichbar. Der Opener “Legions Of Death” erinnert etwas an “Alone Walkyng” von den norwegischen Hades. Man beginnt besinnlich mit einem schönen Akustikintro und geht dann in ein bombastisches Riff über. Danach beginnt die Raserei mit sehr heiserem Kreischgesang. Das Schlagzeug klingt etwas rumpelig, betont aber gut die Bösartigkeit des Gesangs. Es gibt außerdem pfeilschnelle, aber immer melodische Gitarren, die vor allem an ihre Landsleute von Dissection erinnern. Langsam und getragen geht es dann mit “Taedium Vitaue” weiter, das insgesamt zehn Minuten dauert und sich bis zum Schluss nochmal im Tempo steigert. Danach folgt wieder viel schnelle und melodische Raserei. Erst beim erneut zehnminütigen Abschlusstrack “As Life Turns Black...” wird wieder das Tempo gedrosselt und man fühlt sich an Bathory´s “Blood, Fire, Death” erinnert. Der kehlige Gesang kann auf Dauer schon mal anstrengend sein, aber Fördärv überzeugen mit ihrem typisch schwedischen Black Metal auf ganzer Linie. Damit nicht alles zu schön klingt, ist das Album undergroundig dünn produziert, die Gitarren eiskalt klirrend, das Schlagzeug Teppichklopfer-mäßig dumpf polternd und der Gesang leicht übersteuert. Aber alles passt hier super zusammen! Wieder einmal beweist eine schwedische Band, dass dreckiger Black Metal auch gut gemachte Musik sein kann!

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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