MIKE TRAMP - SONGS OF WHITE LION


Label:FRONTIERS
Jahr:2023
Running Time:56:05
Kategorie: Compilation
 

Einer der begnadetsten Sänger der 80er und 90er Jahre, der zudem mit White Lion viele Jahre in der obersten Liga gespielt hat, hat sich seiner größten Erfolge mit dem weißen Löwen erneut angenommen und mit "Songs of White Lion" die alten Stücke runderneuert in die Gegenwart befördert. Schon einmal, 1999 - vor fast fünfundzwanzig Jahren - hatte Mike Tramp nach einem gescheiterten Reunion Versuch mit den alten Mitstreitern versucht einige alte White Lion Tracks wiederzubeleben und mit dem damaligen Album "Remembering White Lion" aufgewartet, ohne jedoch ähnliche Erfolge wie in den 80ern zu erzielen. Der Ansatz auf "Songs of White Lion" ist aber heute ein anderer; zum einen wurden die Stücke auf seine heutige Stimmlage angepasst und zum anderen hat man sie teilweise ein bisschen überarbeitet, um die neuen Versionen auch hörbar in der Gegenwart anzusiedeln und von der Vergangenheit zu lösen.

Zudem hat Mister Tramp eine andere Songauswahl getroffen als auf "Remembering White Lion", lediglich "Little Fighter", "Wait", "Living On The Edge", "All The Fallen Men" und "When The Children Cry" sind nochmals aufgenommen worden. Dazu gibt es mit "Lady Of The Valley", "Broken Heart", "Love Don´t Come Easy", "Hungry", "Cry For Freedom", "Goin´ Home Tonight" und "Tell Me" sieben Stücke, die allesamt eine gute Figur machen in der 2023er Version. Überhaupt klingen die Tracks frisch und energetisch und gefallen mir in der Neuauflage bis auf eine Ausnahme ausgesprochen gut. Die Ausnahme ist leider White Lions größer Hit "When The Children Cry", den Tramp in einer Klavier-Balladen Version aufgenommen hat und bei dem er leider die Rhythmik der gesetzten Lyrics so unhörbar verändert und einfach auch schlecht gesungen hat, dass ich da lieber aufs Original zurückgreife. Ansonsten erinnern einen die Songs an eine tolle Zeit, als der weiße Löwe noch eine der angesagtesten Rockbands unter unserer Sonne war. Stark!

Note: Keine Wertung
Autor: Dirk Schneider


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