JOHNNY GIOELI - ONE VOICE


Label:FRONTIERS
Jahr:2018
Running Time:42:02
Kategorie: Neuerscheinung
 

Er ist einer der geilsten und aktivsten Shouter, der zur Zeit in unseren Breitengraden aktiv ist. Fronter bei Axel Rudi Pell und Hardline, sowie als fleißiger Gast in verschiedener Projekte und Gastauftritten. Die Sprache ist natürlich von Johnny Gioeli. Und der war mir als Melodic-Rocker, wie bei der ursprünglichen Hardline-Besetzung immer am liebsten. In diesem Genre kann er seine Fähigkeiten am besten unter Beweis stellen. So ein weiteres Man geschehen, auf dem vorliegenden Solo-Album. Gleich der Opener „Drive“ der insgesamt elf Beiträge, lässt das AOR-Herz höher springen. Der Folgetrack „It“, kann den Einstieg, mit einem großartigen und warmherzigen Refrain toppen. Der Titeltrack und die Power-Ballade „One Voice“, reißt einem emotional gleich das Herz heraus. Die tieferen Vocals des Sängers sind einfach mega-einschmeichelnd. Ich möchte für dieses Opus mal den Ausdruck „amazing“ nutzen, den Kollege Pistol für fast jede Girlie-Combo nutzt, die er live sieht, haha. Selten genug bin ich heuer von solchen Produkten noch derart beeindruckt. Übrigens hat diese Produktion einen guten Zweck im Hintergrund. Der Freund von Johnny hat einen Sohn, der einen gefährlichen Tauchunfall hatte. Das Ergebnis, Querschnittslähmung. Das warf für die Familie immense Kosten auf. Um diese zu decken gehen die Stream-Einnahmen an diesen Jungen. So konnte zumindest das Haus behindertengerecht ausgestattet werden. Feine Sache!

Den guten Produktions-Sound besorgte Mastermind Alessandro Del Vecchio (Hardline), der sich hier ebenfalls für das Keyboard verantwortlich zeichnet. Den Bass zupft Nik Mazzucconi (Sunstorm), an der Klampfe brilliert Eric Gadrix und die Drums kesselt Marco Di Salvia (Hardline). Also fast die Hardline Truppe. Aber das geht völlig in Ordnung. Never change a winning Team! Die nächsten drei Beiträge, „Mind Melt“, „Running“ und „Deeper“, sind zwar keine Highlights, profitieren aber von der coolen Stimme des Meisters. Der nächste Mid-Tempo Überflieger nennt sich „Let Me Know“, gefolgt von dem Melodic-Kracher „Out Of Here“, mitsamt fettem Gitarren-Solo. Tja und wer bei „Oh, Fathers“ eine Träne wegdrückt, ist auf meiner Seite. Ein Sommer-Party Song. Kein Poser kommt um die Ballade „Price We Pay“ rum. Leicht Anflüge von Bon Jovi werden wach. Ja man kann hier an mancher Ecke Abstriche machen. Will ich aber für das Gesamtkonzept nicht. Volle Punktzahl!

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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