VENUES - Bleibt Euch treu; besonders in dieser Zeit!


Seit längerem schon habe ich die Band Venues auf dem Schirm, aber leider bisher nie das Glück gehabt, dass sich ein für mich passender Termin in unserer Gegend ergeben hat. Da trifft sich der Auftritt in Köln als Support Act für die Berliner Desaster Kids doch prima, zumal ich direkt noch ein Interview mit vereinbaren konnte. Dass natürlich genau zu dieser Zeit ein zweitägiges Straßenfest in unmittelbarer Umgebung stattfindet, bedeutet leicht erhöhten Aufwand bei der Parkplatzsuche. Also direkt ins Rheinau Parkhaus und die 600 Meter vorbei am Stollwerck bis hin zum Tsunami Club. Und dort lief ich schon direkt meiner quirligen Interview-Partnerin Nyves in die Arme. Das Goldkehlchen kam mir mit einem Blubber-Becher entgegen, da ihre Stimmbänder ziemlich gereizt waren. Trotz allem wollte sie aber nicht kneifen und meine Frage beantworten. Hut ab vor so viel Einsatz! Der kleine und auch schon recht alte Kellerclub gab jetzt natürlich keinen ruhigen Raum her, und so versuchten wir unser Glück auf der Straße. Um nicht im Lärm des Straßenfestes zu stranden, dachte ich an ein nettes Café oder ähnliches. Gab es aber nicht, nur hochpreisige Restaurants. Letztlich landeten wir auf einer Bank vor den Türen einer Weinhandlung, und es entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch mit der überaus sympathischen Nyves.

logoPistol: So ich bin bereit. Es kann losgehen!

Nyves: Ja, okay. Lass uns beginnen!

Pistol: Kannst Du mir kurz etwas über die Entstehung der Band erzählen? Und wie ist die aktuelle Besetzung?

Nyves: Kurz? Okay, also die Gründungsmitglieder sind Constantin und ich. Wir haben die Band damals, also vor etwa zehn Jahren, gegründet, allerdings mit einem ganz anderen Namen. Wir waren eine Proberaum-Band und haben erst einmal versucht, uns zu finden. Ja, und dann so nach und nach kamen mehr Mitglieder dazu. Jetzt die aktuelle Besetzung besteht seit etwa zwei Jahren. Da haben wir Robin Baumann als Sänger, Toni Lixx und Constantin Rabnis an den Gitarren, unseren Basser Florian Brett und am Schlagzeug Dennis Vanhöfen.

Pistol: Als ich das erste Mal von Euch hörte - ich sollte eure EP besprechen - war der Bandname noch Break Down A Venue. Warum wurde der geändert? War er einfach zu lang?

Nyves: Ja, das war auch einer der Gründe, aber nicht der wichtigste Grund. Uns war einfach wichtiger, einen neutraleren Namen zu haben. Der alte Name war schon viel zu sehr genrespezifisch, aber da wir uns damals schon musikalisch weiter entwickelt hatten, wollten wir einfach ein wenig offener sein und natürlich - so für die Leute - einen einfacheren, zugänglicheren Namen haben; natürlich auch mit einer Bedeutung die uns widerspiegelt. Na ja, und wo noch ein Stückchen vom alten Bandnamen Break Down A Venue mit drin ist. So haben wir eben das Venues behalten.

Pistol: Und ich dachte es wäre so, dass Euch keiner bucht, weil die Clubbesitzer denken, Ihr reißt die Bude ab.

Nyves: Hahaha!

Pistol: Kannst Du uns etwas über Deinen Background erzählen? Kommst Du aus einer musikalischen Familie?

Nyves: Gar nicht, also eigentlich nicht. Ich habe auch niemals Gesangsunterricht gehabt oder allgemein Unterricht in Sachen Musik.

Pistol: Wie würdest Du Eure Band beschreiben, für jemanden, der Venues nicht kennt?

Nyves: Also, Du meinst rein musikalisch jetzt? Okay, wir sind eigentlich bunt gemischt. Jeder von uns kommt aus einer anderen Musikrichtung und bringt dann natürlich auch dementsprechend seine Einflüsse mit rein. Also das ist jetzt echt schwierig, das tatsächlich in irgendein Genre zu packen. Wir kommen ursprünglich aus dem Post Hardcore, haben aber mittlerweile sehr viel Rock-Elemente, ja sogar Pop und Alternative, Modern Metal, ja, also ziemlich gemischt. Aber das ist es, was mir jetzt so dazu einfällt.

Pistol: Was erwartet die Leute auf einer Venues-Show? Warum sollten sie dahin kommen?

Nyves: (lacht) Ja, wieso sollten sie dahin kommen? Also, normalerweise wir sind immer sehr gut gelaunt. Wir haben sehr viel Spaß und geben einfach alles auf der Bühne. Und live versuchen wir eben diese Energie, die wir spüren, auch den Leuten im Publikum zu vermitteln. Wir sind ziemlich direkt und ehrlich auf der Bühne. Es kommt alles so, wie es eben kommt. Ich plane zum Beispiel nie, was ich sage, sondern bin immer sehr spontan.

Pistol: Also keine vorgefertigten Ansagen?

Nyves: Ja, tatsächlich! Klar, wenn du auf einer Tour bist, gibt es natürlich bestimmte Sachen, die Du auch jeden Tag den Leuten mitteilen möchtest. Aber generell ist es nichts Vorprogrammiertes oder so.

venuesPistol: Wer ist denn für das Songwriting zuständig? Und trefft Ihr Euch noch so richtig old school im Proberaum oder läuft das alles online?

Nyves: Nee, wir proben old school; definitiv! Die Songs schreibt größtenteils der Constantin, also er macht die instrumentale Seite, und dann übernehme ich die Songs und mache die Clean Vocals drauf und die Texte dazu. Dann gebe ich es an Robin weiter, und er macht seine Parts dazu. Natürlich sprechen wir das vorher so ein bisschen ab, in welche Richtung es dann thematisch gehen soll, na ja, wie ich es mir vorstelle, wie es sein sollte. So entstehen die Songs dann, dann kommen noch die anderen dazu, und wir proben die Stücke dann. Dann fügt halt noch jeder seine Einflüsse - oder besser gesagt - seinen Touch hinzu.

Pistol: Heute sind die meisten Musiker ja in mehreren Bands, unterrichten an Musikschulen oder haben ganz normale Jobs. Wie ist das bei Euch? Ich vermute mal, genauso?

Nyves: Ja, tatsächlich! (grinst) Natürlich!

Pistol: Ja, ich hatte zuletzt in den Niederlanden ein Interview mit einer Sängerin. Und sie sagte, sie macht nur die Band und gibt Gesangsunterricht. Und sie war noch sehr jung.

Nyves: Ja, also mit Gesangsunterricht kann man schon gut verdienen. Nee, aber wir sind alle noch hauptberuflich tätig.

Pistol: Ihr seid jetzt bei Arising Empire unter Vertrag. Fühlt Ihr Euch dort gut aufgehoben?

Nyves: Ja, auf jeden Fall! Wir sind echt zufrieden. Sie geben uns genau die Unterstützung, die wir jetzt gebraucht haben. Und ich hoffe, dass es auch in Zukunft weiterhin eine gute Zusammenarbeit bleiben wird!

Pistol: Heute wird die meiste Musik ja gestreamt oder als Download-Datei angeboten. Ich bin ja mehr so ein Rock Dinosaurier und habe lieber ein schönes Album auf Vinyl. Kann ich darauf hoffen, Eure Scheibe auch mal als Vinyl zu bekommen?

Nyves: Tatsächlich ja, haha! Also unser Basser ist ein unglaublicher Vinyl Fan, und er hat sie tatsächlich bestellt!

Pistol: Cool, also ich nehme auf jeden Fall eine!

Nyves: Ja, also ich hoffe, dass alles klappt. Dann sollte es die demnächst zu kaufen geben.

Pistol: Okay, jetzt mal eine spezielle Frage: Jede Band lebt mehr oder weniger von ihren Fans, die das Merchandise kaufen, zu den Konzerten gehen und die CDs kaufen oder legale Downloads erwerben. In der letzten Zeit gibt es diese komische Unart der Meet & Greet-Tickets, wo den Leuten teilweise unverschämte Beträge von Tausend Euro und mehr für ein Foto und ein schnelles Shakehands abgenommen werden! Wie stehst Du dazu oder wie findest Du das?

Nyves: Wie ich das finde? Also, ich persönlich würde das nicht machen (sehr lobenswerte Einstellung – Anm. des Verfassers), aber ich kritisiere auch nicht die Bands, die es machen. Ich kenne Bands, wo es so läuft, und das sind echt gute Jungs. Ich meine, es ist natürlich für die Bands, wenn man lange auf Tour ist, ein kleines Zusatzeinkommen. Es ist ja sowieso alles schlecht bezahlt, und um die Tour überhaupt möglich zu machen, ist das in Ordnung.

Pistol: Klar, so gesehen ja, aber ich rede jetzt von Bands, die Preise im vierstelligen Bereich aufrufen. Bei 20 € wäre es ja noch okay. Das ließe ich mir ja gerade so gefallen. Aber wenn du 1500 € oder 2000 € für ein Foto mit deinem Star zahlen sollst?

Nyves: Was? Oh, das wusste ich nicht!

venuesPistol: Ja, und manche Musiker sind richtig angepisst, wenn Du sie danach fragst! Und andere, zum Beispiel Dave Meniketti von Y&T, sagt, „Das geht gar nicht! Ich müsste Euch Geld zahlen, wenn Ihr Euch mit mir fotografieren lasst. Schließlich habt Ihr als Fans mir dieses Leben ermöglicht!“

Nyves: Ja, stimmt eigentlich!

Pistol: Wo waren wir stehen geblieben? Ach so, ja: Wie siehst Du die derzeitige Entwicklung, speziell bei den Jüngeren vermisse ich oft Rücksichtnahme. Sie sehen nur sich selbst, ohne auf andere zu achten, also auch auf Konzerten.

Nyves: Hm, das ist schwierig. Ich finde, es ist oft recht unterschiedlich. So auf Gigs in den Mosh Pits sehe ich eigentlich schon, dass die Leute sich helfen. Wenn einer hinfällt oder so, sind meist direkt welche da, die ihn aufheben. Ich persönlich habe jetzt auf Konzerten direkt kein unmoralisches, ja, oder schlechtes Verhalten gesehen. Außer dass alle sehr viel trinken, klar, aber das ist ebenso. Ich will jetzt nicht auf allgemein Jugendliche gehen. Bisher habe ich da keine schlechte Erfahrung gemacht, dass die Leute nicht aufeinander geachtet haben.

Pistol: In der Vergangenheit war Rockmusik immer ein Teil Revolution. Glaubst Du, dass Rockmusik heute noch irgendetwas verändern kann bei den Leuten? Ein Umdenken oder so?

Nyves: Also, ich glaube, dass das schon eigentlich vorbei ist. Damals war ja Rockmusik auch eigentlich die Musik, die jeder gehört hat; so Siebziger-/Achtziger, ja, jeder hat Rock gehört; so wie heute Popmusik so ein bisschen. Du hast eben eine größere Masse erreicht. Allein dadurch hat es in dieser Hinsicht viel mehr bewirkt. Obwohl ich denke, ein großer Teil hat dann doch nicht so die tiefgründige Message verbreitet; außer vielleicht „Sex, Drugs and Rock’n‘Roll“. Ich habe das schon mal in einem Interview gesagt, dass meiner Meinung nach diese Zeit jetzt vorbei ist und unsere Generation eine ganz andere Message verbreitet.

Pistol: Ja, da stimme ich Dir zu, was die jüngeren Bands betrifft. Man geht halt nicht mehr betrunken auf die Bühne, und auch im Backstage herrscht eher gähnende Langeweile, als die Party die manche Leute sich vorstellen.

Nyves: Es gibt da sehr unterschiedliche Bands. Wir sind da tatsächlich wirklich viel ruhiger, alleine schon, weil drei von uns gar keinen Alkohol trinken.

Pistol: Mal abgesehen von der Musik: Was macht Dich glücklich?

Nyves: Ich verbringe sehr, sehr gerne Zeit mit meiner Familie. Es ist schon eine große Familie, und natürlich verbringe ich gerne Zeit mit meinem Partner. Ich lese auch sehr gerne, wirklich sehr, sehr gerne...(Nyves macht eine kleine Pause), und ich versuche, etwas zu bewirken. Aber belassen wir es dabei, sonst würde das etwas länger dauern.

Pistol: Nein, ist schon gut. Du musst ja auch Deine Stimme etwas schonen. Okay, die Folgefrage bezieht sich auf das Musikerleben, welches ja oft recht stressig ist: Auftritte, Proben, Studio, Interviews… Bleibt da noch Zeit für eine Beziehung oder ein normales Familienleben?

Nyves: Ja! Also zumindest bei uns, weil wir ja noch ziemliche Newcomer sind. Vielleicht nicht so jung im Alter (auf alle Fälle jung genug – Anm. des Verfassers), aber als Band sind wir noch sehr jung. Na ja, so viel ist jetzt noch nicht, dass wir jetzt beispielsweise drei Monate am Stück auf Tour sind oder so. Aber es ist schwierig mit dem Job tatsächlich. Ich finde, es ist mit Abstand das Schwierigste, es so zu kombinieren, dass Du Deeinen Job behalten kannst. Du brauchst ja nun mal ein festes Einkommen, willst aber ja gleichzeitig auch keine Touren oder Konzerte absagen müssen.

Pistol: Nee nee, das ist genau diese Gratwanderung. Du planst irgendetwas, und dann kommt Dein Booker und sagt, „Ey, Ihr habt da und da einen Auftritt“

Nyves: Ja, genau so! Das ist echt sehr schwierig.

venuesPistol: Wie gesagt, Ihr seid noch eine sehr junge Band, auch wenn Du meinst, altersmäßig nicht, haha! Dafür sterben die alten Supergroups aus. Wie siehst Du die Entwicklung dort? Wer wird in zehn Jahren an der Spitze sein? Ich sehe da zurzeit gar keinen Nachwuchs, der diese Klasse erreichen kann.

Nyves: Ja, echt schwierig! Ich habe mir schon öfters Gedanken darüber gemacht, wer das sein könnte. Also, von den neuen Bands kann ich mir gerade echt keine vorstellen, die so wirklich bleibt; außer vielleicht die, die schon da sind, aber auch nicht mehr so neu sind, und auch schon zehn Jahre existieren, wie zum Beispiel Parkway Drive. Ich denke, die werden definitiv bleiben, oder Bring Me The Horizon haben echt ein krasses Level erreicht; speziell jetzt in dieser Szene.

Pistol: Ja, die Frage, die ich mir stelle, ist die nach der Beständigkeit. Es sind keine Metallica oder Iron Maiden, von mir aus auch die Rolling Stones. Das ist nochmal eine ganz andere Ebene.

Nyves: Ja, aber die Bands, die ich eben erwähnte, ziehen schon sehr, sehr viel Leute. Ich glaube, die kommen dem schon ziemlich nahe. Ich kenne jetzt nicht so viele amerikanische Bands. Zugegebener Weise höre ich aber privat auch selten Core Musik.

Pistol: Engagierst Du Dich auch für andere Projekte, also beispielsweise im Umweltschutz, politisch oder für caritative Zwecke?

Nyves: Sagen wir mal so: Ich versuche sehr, meinen Geist zu entwickeln, aber mehr privat; nicht unbedingt im öffentlichen Bereich. Ich male sehr gerne, und wie ich schon sagte, lese ich eben sehr gerne. Darauf baue ich auf, na ja, und plane natürlich auch einiges für die Zukunft, das in diese Richtung geht. Das wird definitiv mein nächster Lebensabschnitt sein, auf den ich mich vorbereite.

Pistol: Also lasst Ihr Euch auch nicht vor einen Karren spannen, also wenn irgendeine Veranstaltung - jetzt mal ungeachtet welcher Ausrichtung – sagt, wir wollen Euch als Venues auf unserem Event, damit Ihr für uns Werbung macht?

Nyves: Mit der Band sind wir politisch zum Beispiel da raus. Wir möchten neutral bleiben; definitiv, auf jeden Fall! Das Einzige, was wir vielleicht machen würden, sofern denn eine Anfrage in dieser Richtung kommen würde, wäre gegen Rechts zum Beispiel. Da denke ich, ja, auf jeden Fall!

Pistol: Das gibt es ja in Köln auch schon ewig, dieses „Arsch huh, Zäng ussenander“. Da machen dann auch die ganzen lokalen Bands dann mit. Diese Aktion jetzt in Chemnitz, da habe ich persönlich den Eindruck, die Leute sind da in erster Linie wegen der Party hin und nicht wegen dem Hintergrund.

Nyves: Das ist meistens das Problem…

Pistol: Ich finde, wenn da 65.000 Leute sind, schauen sich Die Toten Hosen an und lassen es dann alkoholmäßig krachen, das geht irgendwo am Ziel vorbei.

Nyves: Na ja, man hat wohl auch Geld gesammelt, was dagegen wirken soll; eigentlich traurig, aber ja so ist es eben…

Pistol: Gut, gibt es eine Frage, die Du gerne mal beantworten möchtest, die Dir aber noch nie jemand gestellt hat?

Nyves: Oh! (überrascher Gesichtsausdruck)

Pistol: Haha, da sagen fast alle: „Oh!“

Nyves: Fällt mir jetzt spontan nichts ein. Mir wurden ja schon einige Fragen gestellt, aber dazu fällt mir tatsächlich jetzt überhaupt nichts ein, was ich gerne beantworten würde.

venuesPistol: Siehst Du? Deswegen meine Frage danach, was Dich glücklich macht. Das habe ich zuletzt in einem anderen Interview als Antwort bekommen. Nie fragt jemand danach! Alle wollen immer nur wissen, wie ist die nächste Platte, was soll dieses und jenes bedeuten und so weiter.

Nyves: Ja, das war auch eine sehr schöne Frage, klar; wirklich sehr schön!

Pistol: Gut, dann bedanke ich mich für Deine Zeit und das Interview, trotz Deiner angeschlagene Stimme! Möchtest Du noch ein paar Worte an unsere Leser richten?

Nyves: Also, erst einmal danke für Deine Zeit! Ja, die Stimme… Ich muss jetzt gleich noch zum Soundcheck, oh je... Ansonsten gebe ich Euch mit, was ich immer mitgebe: Bleibt Euch treu; besonders in dieser Zeit! Versucht tatsächlich, Euch selbst zu finden - in Euch, nicht außerhalb von Euch - und entgegnet allem mit offenem Herzen; einfach Offenheit im Allgemeinen!

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Autor: Pistol Schmidt