ATROCITY - OKKULT II


Label:MASSACRE
Jahr:2018
Running Time:44:52
Kategorie: Neuerscheinung
 

Atrocity sind ein Phänomen! Die Extrem Metaller um Frontmann Alex Krull sind bereits seit 1988 aktiv, hauen nun ihr zehntes Album raus und haben zudem schon einige EPs veröffentlicht, und wirklich jeder Tonträger von ihnen klingt völlig anders! Sie haben als Death Metal-Band angefangen, mit Gothic, Elektro und sogar Folk mit Frauengesang haben sie schon so manche Odysee hinter sich. Auch mit einem Orchester sind sie schon aufgetreten. Es wurde immer schwieriger, ihnen noch zu folgen. Mit jeder neuen Veröffentlichung erfanden sich Atrocity stets neu. Das ist auch beim neuesten Werk „Okkult II“ so. Fünf Jahre nach „Okkult“ (dem ersten Teil) dürfen die alten Fans endlich wieder aufatmen! Tatsächlich spielen sie heute – im weitesten Sinne – wieder Death Metal, wenn auch sehr facettenreich. Egal ob fette Grooves, rasend schnelle Blastbeats, wirre, unvorhersehbare Breaks – alles arschtight gespielt und sauber produziert – hier passiert eine ganze Menge, und der Hörer wird ein ums andere Mal überrascht. Der tiefe Death Metal-Gesang von Alex Krull, der mal Englisch und mal Englisch gehalten ist, klingt richtig fett und kraftvoll. Gelegentlich gibt es ergänzungsweise weiblichen Soprangesang von Leaves´ Eyes-Front-Diva Elina Siirala, der von einem Chor begleitet wird und für Überraschungen sorgt, vor allem bei „Masters Of Darkness“, „Menschenschlachthaus“ und „Gates To Oblivion“, die ja schon von der Vorab-Single her bekannt sind. Bevor der Operngesang jedoch anfängt zu nerven, ist er auch schon wieder vorbei. Ein geiler Effekt! Einen weiteren Gastauftritt hat Entombed A.D.-Sänger Lars-Gören Petrov in „Devil´s Covenant“. Atrocity stehen auch Anno 2018 für Brutalität, Innovation, technische Perfektion und endlosen Ideenreichtum. Sie klingen old school, aber zeitgemäß zugleich, ohne dabei jeglichen Trends nachzurennen. Sie klingen brutal und kompromisslos, orchestral und atmosphärisch. Aber vor allem ist die Grundstimmung des Albums immer düster. Hier ist für jeden etwas dabei! Ich habe „Okkult II“ nicht derart stark erwartet, bin aber total geflasht! Ganz heißer Anwärter auf das Album des Jahres bislang! Killer!

Note: 9.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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