PAOLA PELLEGRINI LEXROCK - LADY TO ROCK


Label:7HARD
Jahr:2018
Running Time:32:33
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Nein, mit dem ähnlich klingenden Edelsprudel aus Italien, hat die Lady in ihrem rot glänzenden Overall nichts zu tun. Sollte ich aber jemals in Italien eine Strafverteidigerin brauchen, weiß ich wer meine erste Wahl sein wird. Paola Pellegrini ist eine Künstlerin mit zahlreichen "Saiten" und viel Talent, das sie bereits in verschiedenen Bands einsetzte. Sie entschloss sich jedoch für eine Solokarriere, und veröffentlichte 2003 ihr Debütalbum. Schon als Kind spielte und komponierte das Mädchen aus Florenz ihre eigenen Lieder und heute scheint sie mehr denn je, Hunger auf starke Rocksongs zu haben. Und so zeigt das neue Album "Lady To Rock", ihre vielfältigen Facetten, eine bunte Mischung aus Rock ’n’ Roll, Hard Rock, Punk und Metal. Für „Lady To Rock“ holte sich Lady Pellegrini den Bassisten Franco Licausi (Negrita und Litfiba) und Schlagzeugerin Simone Morettin von Elvenking. Produziert hat das Ganze Giuseppe Scarpato und Paolo Baglioni im Wall Up Studio in Florenz. Für die Mischung ist Giovanni Gasperini verantwortlich. Sehr zu meiner Freude rockt sich Paola schmissig durch die leider nur etwas mehr als eine halbe Stunde andauernde Langrille. Schön abwechslungsreich zeigt sie, dass sie außer feinem Saitenspiel auch ausdrucksvoll singen kann. Erinnerungen an alte Girlschool und Plasmatics werden wach. Recht moderne Klänge, wie sie beispielsweise die blutjungen Mädels von The Kut oder eine frühe Avril Lavigne drauf haben, erfreuen den geneigten Hörer. Pure Spielfreude, rohe Riffs und viel Melodie, machen Appetit auf weitaus mehr Material. Selbst das in Italienisch gesungen „Avuta Mai“, kracht so richtig schön aus den Membranen. Eine fetzige Nummer die Joan Jett sehr gut zu Gesicht stehen würde. Als kleine Erholung folgt das durchaus radiotaugliche „Cut The Chains“, um dem Hörer eine kurze Pause zu gönnen, bevor es mit „Endless Begin“ wieder in die Vollen geht. Quasi eine kurze Aufwärmphase für den „Wild Shot“. Ihr merkt schon, das mir die Scheibe gefällt oder? Einziges Manko ist die kurze Spielzeit, hier hätte ich mir ruhig drei bis vier Songs mehr gewünscht.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


zurück zur Übersicht