NORTHWIND WOLVES - Manchmal kann ein bisschen Kreativität nicht schaden!


Letztes Jahr wurden wir von CROSSFIRE über Facebook von Northwind Wolves angeschrieben, ob wir nicht ein Review ihrer neuen Eigenpressung schreiben würden. Als ich das geile Cover sah, war ich sofort fasziniert, aber auch die Musik der Keyboard Black Metaller. Die irgendwo zwischen Emperor, Carach Angren und auch Cradle Of Filth liegt und eine schaurige Atmosphäre verbreitet, kann so einiges! Völlig überraschend gibt es nun – nur knapp ein halbes Jahr später – einen digital remasterten Re-Release über das schwedische Label Black Lion Records. Grund genug, bei den Jungs mal nachzuhaken!

logoDaniel: HELL-ö Noor! Bitte erzähl uns doch zunächst etwas über die Gründung von Northwind Wolves! Wie kam es dazu?

Noor: Hi! Danke nochmal für die Gelegenheit, uns in Eurem Mag zu äußern! Northwind Wolves wurden 2013 gegründet. Astaroth und ich hatten die Idee, Musik zu schreiben, die sich von unserer anderen Band Sinstorm unterscheidet. Damals veröffentlichten wir ein sehr melodisches Demo. Es war eine Ansammlung von Ideen, die wir mit einem Drumcomputer aufgenommen hatten. Es dauerte eine Weile, bis wir eine beständige Besetzung zusammen hatten. Aber als es soweit war, nahmen wir 2017 unser Debüt „Cold… Dark… Grim“ mit Brett Batdorf am Schlagzeug und Lennis am Bass auf.

Daniel: Hattet Ihr zuvor schon in anderen Bands gespielt?

Noor: Brett, unser Schlagzeuger, spielte bei The Faceless, Animosity, Tchildress und vielen weiteren Extrem Metal-Bands in Kalifornien. Lennis spielte mit ihm in vielen dieser Bands gemeinsam.

Daniel: Mir gefällt Euer Bandname sehr! Ist er von einem Film oder Buch inspiriert?  

Noor: Nein, manchmal kann ein bisschen Kreativität nicht schaden, oder?

Daniel: Welche Bands zählen zu Euren Haupteinflüssen?

Noor: Ich würde gar nicht mal sagen, dass uns bestimmte Bands beeinflusst haben, denn Bands verändern sich immer von Zeit zu Zeit. Ich mag einen ganz bestimmten Black Metal-Sound, und zu einer gewissen Zeit haben einige Bands genau den Sound erreicht, der mir am besten gefällt. Keep Of Kalessin hatten diesen Sound zum Beispiel nur auf ihrem ersten Demo. Alben, die in eine ähnliche Richtung gehen, wären zum Beispiel „Anthems To The Welkin At Dusk“ (Emperor), „In Sorte Diaboli“ (Dimmu Borgir), „In Times Before The Light“ (Covenant) oder auch „Midian“ (Cradle Of Filth).

Daniel: Worum geht es in Euren Texten?

Noor: In meinen Texten geht es um menschliche Erfahrungen, aber von einem sehr zynischen Standpunkt aus. Aber nichtsdestotrotz sind sie eine Beschreibung von dem, was ich in meiner Umgebung sehe, schlimmste Alpträume oder Orte, die ich vielleicht noch entdecken muss, aber dennoch anstrebe. Ich würde sagen, dass meine Texte Realität und Fantasie verbinden, um den Hörer durch die dunklen Hallen und die Landschaft auf unserem Album-Cover zu führen.   

Daniel: Ihr hattet 2013 zunächst das Demo “Astronomy” veröffentlicht. Es war länger als Euer Album! Warum habt Ihr es also als Demo deklariert? Und gibt es das Demo heute noch zu erwerben?

Noor: „Astronomy“ war nur eine Ansammlung von Ideen. Wir haben es nie als Album betrachtet. Wir hatten kein echtes Schlagzeug. Es verhalf uns lediglich dazu, weitere Band-Mitglieder zu finden und im Songwriting und Aufnahmeprozess mehr Erfahrungen zu sammeln.

northwind wolvesDaniel: Stimmt es, dass es das Demo nur digital gab? Warum habt Ihr es nie vernünftig veröffentlicht? Gibt es Pläne für einen Re-Release? 

Noor: Na ja, ich denke eher nicht, dass das die Richtung ist, die wir in Zukunft einschlagen wollen.

Daniel: Euer Album “Cold… Dark… Grim” erschien 2017 in Eigenregie. War damals kein Label an einer Veröffentlichung interessiert?  

Noor: So gerne ich auch in meiner Traumwelt lebe, aber ich denke nicht, dass irgendein Label für unser Album Geld bezahlt hätte, haha!  

Daniel: Aber mittlerweile habt Ihr aber ein Label gefunden, nämlich Black Lion Records aus Schweden. Wie seid Ihr mit ihnen in Kontakt gekommen?

Noor: Das geschah über irgendeine Internetverbindung. Ich finde, die Zusammenarbeit verläuft bislang großartig! Black Lion Records veröffentlichen eine Menge gutes Zeug, wie mir scheint.  

Daniel: Für den Re-Release habt Ihr das Album extra noch einmal remastert. Warum? Wart Ihr im Nachhinein mit dem Sound unzufrieden? Oder gab es wegen der Wiederveröffentlichung rechtliche Probleme mit dem Copyright? 

Where did you record the album? And who was the producer?

Noor: Die Erstveröffentlichung sollte von der Produktion her das Flair des 19. Jahrhunderts untermalen. Als Black Lion Records uns unter Vertrag nahmen, remasterten wir es noch einmal, um es einen moderneren Sound zu verleihen, der mehr unserer heutigen Zeit entspricht.

Daniel: Ich liebe Eure beiden Cover-Artworks! Wer hat sie entworfen? Und wie seid Ihr mit dem Künstler in Kontakt gekommen?   

Noor: Momentan nehmen wir noch alles in meinem Home Recording Studio auf. Wie würden allerdings auch gerne mehr Aufmerksamkeit bekommen und in besseren Studios arbeiten!

Daniel: Das Cover sieht absolut Vinyl-würdig aus! Gibt es Pläne für eine wohlverdiente LP-Version?   

Noor: Sein Name ist Gragoth, und er lebt in den USA. Er malt viele Cover für extreme Metal-Bands. Er lebt dafür und steckt da viel Herzblut rein. Seine Firma heißt Luciferum Graphics.

northwind wolvesDaniel: Spielt Ihr auch live? Und habt Ihr bei Euch in den USA vielleicht auch schon einmal im Vorprogramm von bekannteren Bands gespielt?  

Noor: Wir haben schon mit Vried, Kampfar, einem von Dve Lombardos Nebenprojekten und vielen anderen extremen Bands gespielt. Bis jetzt ist für 2018 noch nichts geplant, aber wir suchen noch ein paar Auftrittsmöglichkeiten für Konzerte diesen Sommer.  

Daniel: Steht schon fest, ob Ihr auch in absehbarer Zeit mal nach Deutschland kommt?  

Noor: Geplant ist da bislang noch nichts, aber vielleicht kannst Du uns ja dabei behilflich sein, haha!  

Daniel: Wenn die Leser jetzt an Eurem Zeug interessiert sind, wie kann man am besten mit Euch in Kontakt treten?  

Noor: Wendet Euch am besten direkt an Black Lion Records; im Ernst! Das ist am einfachsten.

Daniel: Wie sehen Eure Zukunftspläne mit Northwind Wolves aus? 

Noor: Tja, in der Zwischenzeit haben wir bereits weiter an unserem zweiten Album geschrieben und sind gerade mitten im Aufnahmeprozess. Du bist der erste Schreiber, dem ich das erzähle. Der Plan ist, dass wir in einem Jahr die Aufnahmen und das Mastering abgeschlossen haben wollen. Aber wir benötigen noch viel Zeit.

Daniel: Alles klar, Noor! Dann gehört Dir das Schlusswort!

Noor: Ja, danke nochmal! Und ich hoffe, dass wir bald in Eurer Heimat spielen werden!

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Autor: Daniel Müller