SUSPERIA - THE LYRICIST


Label:AGONIA
Jahr:2018
Running Time:49:09
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wow, die haben sich aber mächtig verändert! Ich kann mich noch an das Debüt-Album „Predominance“ aus dem Jahr 2001 erinnert. In dem Jahr habe ich die norwegischen Black Metaller auch auf einem Tagesfestival im Dortmunder Soundgarden mit In Flames, Dimmu Borgir, Nevermore, Angel Dust und Lacuna Coil gesehen. Abgefahren, wie lange das schon wieder her ist! Seitdem hast sich einiges im Lager von Susperia getan. Sänger Athera, der die Band erst 2015 verließ, war lange Sänger der Retro Rock ´n´ Roller Chrome Division, ist aber bis heute das einzige Ex-Mitglied von Susperia, einer Band, die ich damals zwar geil fand, nach dem Debüt aber völlig aus den Augen verloren habe. Black Metal-Einflüsse gibt es heute – auf ihrem nunmehr sechsten Album – nur noch dezent. Heute spielen sie zeitgemäßen Melodic Thrash Metal mit viel Groove, machen aber auch vor Black Metal und sogar melodischen Power Metal-Refrains keinen Halt. Trotzdem klingt alles wie aus einem Guss und ist gut durchdacht. Die Musik ist abgefahren! Die Black Metal-Elemente erinnern an ihre Landsleute von Old Man´s Child, der zeitgemäße Death-/Thrash dagegen eher an Dew-Scented oder The Crown. Das Gebräu ist aber dennoch eine eigenständige Mischung, die sich nur schwierig in eine bestimmte Schublade stecken lässt. Die Produktion ist modern und steht mit beiden Beinen fest in der Gegenwart, ohne dabei wirklich trendanbiedernd rüberzukommen. Susperia schaffen hier gekonnt den Spagat und Vergangenheit und Gegenwart.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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