VOX LVCIFERI - OV LACERATED SOIL


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2018
Running Time:22:02
Kategorie: Eigenproduktion
 
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Vox Lvciferi ist das Solo-Projekt eines unbekannten Schweden, der sich – frei nach Tolkien – schlicht Osgilliath nennt. „Ov Lacerated Soil“ ist das erste musikalische Lebenszeichen dieses Projektes und enthält drei infernalische Hymnen getragenen, atmosphärischen Black Metals. Der zehnminütige Opener „Enthralled By The Dark“ erinnert etwas an Burzum und Vardan. Vor allem aber das letztgenannte italienische Projekt erscheint mir als passender Vergleich, vor allem, was die Produktion angeht, denn hier gibt es noch Luft nach oben. Der Gesang, der auch mal clean daherkommt, ist zu laut in den Vordergrund gemischt. Das programmierte Schlagzeug klingt leblos, vor allem beim zweiten Track „“Serpents Call (Devourer)“, wo sogar ein rasend schneller Blastbeat enthalten ist. Bei den letzten beiden Songs gibt es dezent im Hintergrund auch ein mystisches Keyboard zu hören. „Scalpel Of Truth“ erinnert mit seinen symphonischen Elementen etwas an Dimmu Borgir, wenn auch deutlich weniger majestätisch. Objektiv gesehen läuft bei Vox Lvciferi zwar nicht alles rund, dennoch muss gesagt werden, dass der viel zitierte „Charme des Unfertigen“ trotzdem seine Reize hat und durchaus zu gefallen weiß, denn durch die halbgare Produktion bekommt diese EP einen schönen, angenehmen Underground-Flair. Schade ist, dass es sich hierbei lediglich um einen digitalen Release handelt. Eine kultige Kassettenversion hätte ich mir liebend gerne in den heimischen Schrank gestellt.

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


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