VOODOO CIRCLE - RAISED ON ROCK


Label:AFM
Jahr:2018
Running Time:50:34
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wer Whitesnake liebt, der kommt eigentlich nicht an Voodoo Circle vorbei. Ist das mit dem neuem, dem mittlerweile fünften Longplayer um Alex Beyrodt´s Combo, der da schlicht titelt "Raised On Rock" auch weiterhin so? Immerhin gab es 2016 den Ausstieg von David Readman (Pink Cream 69, Tank, Almanac) zu beklagen. Wie schlägt sich denn der neue Shouter Herbie Langhans, den Szenefreaks zum Beispiel von Avantasia, Sinbreed oder auch Seventh Avenue kennen. Komplettiert wird die Band durch Basser Mat Sinner (Primal Fear, Sinner, Rock Meets Classic), Drummer Francesco Jovino (Primal Fear, Sinner) sowie Corvin Bahn an den Tasten (Chrystal Bleed, Uli Jon Roth). Los geht es mit dem knackigen Opener "Running Away From Love", mit klasse Refrain, Licks in Anlehnung an Whitesnake aber vom Grundsatz doch eine Spur härter. Bluesig und mit einem dicken Groove ausgestattet gibt sich "Higher Love", mit so ein bisschen Touch von Bon Jovi in den frühen 80er-Jahren. "Crying In the Rain " oh nee, sorry, "Walk On The Line" nennt sich das Pendent, gefolgt von "Promised Me Heaven" mit quirligen Gitarren. Und nochmal Whitesnake mit "Just Take My Heart" mit typischem Refrain und hier mal ein Statement zu Herrn Langhans, der seine Sache mehr als richtig gut macht.  "Where Is The World We Love" heißt die nachfolgende, klasse Ballade, natürlich mit Unterstützung stromloser Gitarren und wieder ist Herbie sehr nahe bei Herrn David Coverdale.

Mit dem raschen und richtig fett rockenden "Ultimate Sin", gibt es richtig was auf den Allerwertesten. Einfach eine saustraighte Nummer mit so ein bisschen Feeling nach Manier von Saxon. Nochmal etwas ganz langsames und mit ganz Gefühl vom Sänger bei "Chase My Way", ehe mit "Unknown Stranger" wahrscheinlich der ultimative Anspieltipp folgt. Voodoo Circle machen auf Rainbow und der Sänger versucht sich stilistisch am absolut Größten des Genre, nämlich Herrn Ronnie James Dio, und zusammen mit den dröhnenden Hammonds gelingt das vortrefflich. Auch "Dreamchaser" hätte auf ein Album von Rainbow perfekt drauf gepasst und überzeugt mit tollen Klampfen, gutem Songwriting und einem hymnischem Flair. Mit ein bisschen Westernstyle und erdigem, bluesigen Rock mit nochmal akustischen Gitarren und nach hinten raus brettharten Riffern setzt "Love Is An Ocean" den Schlusspunkt unter ein durchweg überzeugendes Rockalbum, bei dem alle Fans von Whitesnake, Deep Purple, Rainbow & Co. bedenkenlos zugreifen können. Als Bonus werden auf das Digi-Pak und die DVD noch "Time For The Innocent" und "There´s More To See" drauf gepackt.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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