WORM OUROBOROS - WHAT GRACELESS DAWN


Label:PROFOUND LORE
Jahr:2016
Running Time:63:15
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Der Name Worm Ouroboros ist dem 1922 erschienen Roman des Autors Eric Rücker Eddison entnommen und lässt zunächst auf eine Black Metal-Band schließen. Aber hier ist äußerste Vorsicht geboten, denn das einzige, was hier mit Metal zu tun hat, ist die Tatsache, dass Schlagzeuger Aesop Dekker von 2007 bis 2016 bei Agalloch die Trommelstöcke schwang. Hier ist das nicht mehr so. Auf diesem nunmehr dritten Album der der 2007 in San Francisco gegründeten Band sind zwar nur sechs Songs enthalten, die aber allesamt eine Überlänge von neun bis dreizehn Minuten haben. Wer jetzt denkt, dass Agalloch innovativ waren und hier deswegen voll viel passiert, muss sich aber leider eines Besseren belehren lassen. Denn hier gibt es über eine Stunde lang nur langweilige, cleane Gitarren, dezent untermalte Tribaldrums und jaulenden Frauengesang zu hören, der auf Dauer richtig verstörend wirkt. Neofolk und Dark Ambient heißen die abschreckenden Zauberwörter. Doomige, auflockernde Riffs gibt es leider nur selten, verbessern das Gesamtbild aber auch nicht gerade. Hier herrscht pure Monotonie und Trägheit. Man wartet immer auf einen Wutausbruch oder Befreiungsschlag, aber den gibt es nicht. Auf diversen Substanzen im Chillmodus mag das Album vielleicht funktionieren, aber ich höre mir jetzt lieber ein schnelles Black Metal-Album an, um tempomäßig wieder auf Null zu kommen…

Note: 3 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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