DESECRATOR - TO THE GALLOWS


Label:VIOLENT CREEK
Jahr:2017
Running Time:55:40
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wenn man in der großen Masse untergehen will, dann gibt man sich einfach einen Bandnamen wie Desecrator. Nein, dies ist kein Re-Release der beiden Demos der schwedischen Old School Thrasher, die sich später Ceremonial Oath nannten und bei denen Oscar Dronjak von Hammerfall ganz früher mal Gitarre und gespielt und gesungen hat. Allein sechszehn Bands mit dem Namen Desecrator sind bei Metal Archives aufgelistet. Wie lange soll man denn googlen, bis man endlich die richtige Band findet? Die Band kommt aus Australien, ist seit 2008 aktiv und hat nach einigen kleinen Veröffentlichungen nun endlich das erste Album am Start. Und das ist gar nicht mal schlecht! Sie erinnern sehr an Anthrax, sind schnell und melodisch, gelegentlich etwas punkig, was aber nicht störend wird. Bei meist hohem Tempo wird hier munter drauflos gekloppt, ohne dabei auf technische Finessen und haufenweise Melodien zu verzichten. Desecrator spielen Thrash Metal mit stark amerikanischer Prägung. Alles klingt irgendwie vertraut und tritt gehörig Arsch, klingt aber nie billig abgekupfert oder gar geklaut. Die Produktion ist sauber und druckvoll und verleiht der mitreißenden Mucke den nötigen Druck, ohne dabei mit modernen Triggersounds et cetera. Zu nerven. Dieses Album macht richtig Bock, wenn man auf Bands wie Death Angel, Nuclear Assault, Sacred Reich, Forbidden oder eben Anthrax steht.

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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